Planideen für ein Dorfzentrum

In Wald wird in Betracht gezogen, die alte «Spar»-Liegenschaft abzubrechen und ein Dorfzentrum mit Laden, Gemeindekanzlei, modernen Wohnungen und Garagen zu bauen. Die Idee kommt insgesamt gut an.

Hanspeter Strebel
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Keine Augenweide: Die «Spar»-Liegenschaft soll abgebrochen werden. Rechts das Gemeindehaus. (Bild: hps)

Keine Augenweide: Die «Spar»-Liegenschaft soll abgebrochen werden. Rechts das Gemeindehaus. (Bild: hps)

Wald. Mit Spannung wurden an der recht gutbesuchten öffentlichen Versammlung am Freitagabend die angekündigten Ausführungen von Gemeindepräsident Jakob Egli über allfällige Baupläne an der «Spar»-Liegenschaft erwartet. Der Gemeinderat hatte seinerzeit die Liegenschaft gekauft, als der Laden vom Untergang bedroht war, aber beschlossen, lediglich werterhaltende Investitionen zu tätigen. Heute sei das Gebäude «in einem erbärmlichen Zustand», sagte Egli unumwunden.

Neben der Ästhetik (vorab an der Strassen-Fassade) hätten Abklärungen ergeben, dass auch energetisch Handlungsbedarf gegeben sei. Vor dem Hintergrund, dass allein «für das Mäntelchen» rund eine Million Franken aufzuwenden wäre, ohne die Bausubstanz zu verbessern, zieht man nun auch einen Abbruch in Betracht. Neu könnte ein Dorfzentrum mit dem Laden, der jetzt im benachbarten Gebäude untergebrachten Gemeindekanzlei, Garagen und modernen, kleineren Wohnungen mit Lift, vorab für ältere Einwohner, errichtet werden.

Wie Egli betonte, sei das Ganze erst angedacht. Man wolle auch auf die Bevölkerung hören. Das Projekt wäre ein «Lupf», aber finanzierbar, erklärte Egli mit Blick auf die Finanzsituation (siehe Kasten). Das alte Gemeindehaus liesse sich verkaufen, was etwas an den Neubau brächte.

In der Diskussion kamen die Überlegungen insgesamt gut an. Verschiedene Votanten meinten, man solle doch auch das Gemeindehaus abbrechen und eine grössere Neuüberbauung planen.

Sorgen macht man sich, was mit dem «Spar» während der Bauzeit geschehen soll und ob ihm dann nicht die Kundschaft abhanden- käme. Dass man einen Dorfladen behalten will, blieb unbestritten. Auch die Bildung einer Baugenossenschaft sei denkbar. Jakob Egli sucht nun in einem nächsten Schritt interessierte Einwohner, die sich in eine Arbeitsgruppe einbinden lassen. Der Gemeinderat sei kein ideales Gremium, um ein solches Projekt zu planen und zu realisieren.

Schule soll im Dorf bleiben

Zu Beginn der Versammlung hatte Gemeinderätin Marlise Bänziger über aktuelle Themen der Schulentwicklung referiert. Bei den Schülerzahlen beobachtet man markante Rückgänge. Das Ziel bleibe aber, die Primarschule unbedingt im Dorf zu behalten. Man will flexibel von Jahr zu Jahr reagieren und zunächst Kindergarten und erste Klasse vermehrt zusammen betreuen. Die zweite und dritte Klasse soll später zusammen, aber mit zwei Lehrkräften beschult werden. Zu vermeiden seien immer wieder neu zusammengesetzte Klassen und Lehrerwechsel.

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