Planen mit gutem Geldpolster

An der öffentlichen Orientierungsversammlung in Stein vom 15. November im Restaurant Schaukäserei standen der Voranschlag 2012 und die Orientierung über die Alterspolitik im Zentrum.

Esther Ferrari
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STEIN. Es war die erste öffentliche Versammlung des Gemeinderates in der neuen Zusammensetzung. Gemeindepräsident Christoph Scheidegger dankte für die Unterstützung und für die gute Zusammenarbeit von Seiten seiner Kollegen, des Gemeindeschreibers Fredi Weiersmüller und seines Vorgängers Fritz Leirer.

Die Gemeinde Stein steht in der glücklichen Lage, die Finanzen im Griff zu haben. «Wir haben uns Eigenkapital aufgebaut. Die Aussichten für die nächste Zeit sind gut. Es gilt aber trotzdem, die wirtschaftliche Entwicklung im Auge zu behalten. Man muss nicht schwarz malen, trotzdem aber das Schwarze sehen», sagte er. Die Gemeinderäte nahmen Stellung zu den einzelnen Ressorts.

Fassade renovieren

In der Verwaltungsrechnung halten sich Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht. Eine Fassadenrenovierung für das Sekundarschulhaus ist geplant. Die Schule wird von rund 200 Schülern besucht, davon sind 30 aus Hundwil. In Sachen Feuerschutz und Wasserversorgung müssen Anpassungen getätigt werden. Die öffentliche Beleuchtung ist in einem schlechten Zustand. Die Beleuchtungskörper im Dorf müssen ersetzt werden. «Ausbauprojekte können wir uns leisten.» Der Gemeinderat beantragt einstimmig, dem Voranschlag für das Jahr 2012 mit einem Aufwand von 7,716 Mio. Franken und einem Ertrag von 7,667 Mio. Franken und somit einem Netto-Aufwandüberschuss von knapp 50 000 Franken an der Gemeindeurnenabstimmung vom 27. November 2011 zuzustimmen, sowie einem um 0,10 Einheiten von 3,80 Einheiten auf neu 3,70 Einheiten reduzierten Steuerfuss für die Gemeindesteuern.

Altersheim wird nicht umgebaut

Trotz veralteter Strukturen und kleiner Zimmer ist das Altersheim Bühl gut besetzt. Das Heim wird gut geführt, die Preise sind relativ günstig. In Zukunft sind 16 Betagte zu erwarten, damit kann ein Heim nicht kostendeckend finanziert werden. Mit den im Moment besetzten 20 Pflegeplätzen liegt die Rechnung zwischen Ertragskraft und Defizit. Nach reiflichen Überlegungen wurde beschlossen, das Altersheim Bühl zu behalten und vorläufig nicht umzubauen. Dafür geht die Planung in Richtung altersgerechtes Wohnen. Man ist bestrebt, neuen Synergien nachzugehen. Die Alterskommission und der Gemeinderat werden der Steiner Bevölkerung diesbezüglich bald konkrete Vorschläge unterbreiten. Dank einer liebevollen Betreuung wird für die Heimbewohner im Altersheim Bühl trotz baulicher Mängel gut gesorgt, und die Finanzen halten sich in Grenzen.