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«Pläne werden sowieso immer überholt»

Die Geschichte der Käserei Stofel in Unterwasser geht bis in die 20er-Jahre zurück. Mein Vater hat sie 1983 übernommen. Er fing dann an, Joghurt und pasteurisierte Milch herzustellen. Und später auch immer mehr Käse.
Aufgezeichnet von Ruben Schönenberger
Thomas Stadelmann im Käsekeller seiner Käserei. (Bild: Ruben Schönenberger)

Thomas Stadelmann im Käsekeller seiner Käserei. (Bild: Ruben Schönenberger)

Die Geschichte der Käserei Stofel in Unterwasser geht bis in die 20er-Jahre zurück. Mein Vater hat sie 1983 übernommen. Er fing dann an, Joghurt und pasteurisierte Milch herzustellen. Und später auch immer mehr Käse. Etwa Mitte der 90er-Jahre stellten die ersten Bauern ihren Betrieb auf Bioproduktion um, woran wir uns auch ausgerichtet haben. Zudem fing mein Vater an, neben Kuh- auch Schaf- und Ziegenmilch zu verarbeiten. 2003 habe ich den Betrieb übernommen und führe ihn jetzt in zweiter Generation. Als Chef versuche ich, nicht zu viel zu planen. Pläne werden sowieso immer wieder von der Aktualität überholt. Wenn immer möglich, versuche ich, aktiv in der Käserei mitzuhelfen. Ich schaue mir auch mal defekte Maschinen an, wenn es sein muss. Die Büroarbeit kommt meist ganz zum Schluss.

In letzter Zeit wurde das Umfeld immer schwieriger. Die Frankenstärke merke ich sehr direkt, weil wir exportieren, zum Beispiel nach Australien oder in die USA. Wir können dabei eigentlich nur versuchen, bestehende Kunden zu halten. Um neue Kunden für den Export zu gewinnen, müssten wir den Preis zu stark senken. Wir möchten aber auch den Bauern einen guten Preis bezahlen. Im Ausland findet man Käse aus der Schweiz, der extrem günstig ist. Da geht es offenbar darum, übrige Milchmengen loszuwerden. Das sind dann meist auch ganz andere Grössenordnungen, bei denen wir nicht mithalten können. Das wollen wir auch gar nicht, weil wir eine Spezialitätenkäserei sind.

Auch die Anforderungen an die Lebensmittelhygiene werden immer härter. Wir haben uns deshalb entschieden, diesen mit einem Neubau zu begegnen, anstatt immer nur kleine Anpassungen vorzunehmen. Die Einweihung des neuen Gebäudes im Jahr 2008 war sicher ein Höhepunkt der Firmengeschichte.

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