Pläne für neues Alters- und Pflegezentrum in Gais öffentlich vorgestellt: Bemängelt wurde lediglich der Standort

Erstmals stellte die Gemeinde Gais an einer öffentlichen Versammlung ihre Pläne für den Bau eines neuen Alters- und Pflegezentrums vor. Kritik erfuhr das Vorhaben kaum. Besonders der Bereich des «Betreuten Wohnens» stiess auf Wohlwollen.

Astrid Zysset
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Andreas Winkler, Präsident der Kommission fürs Alter, und Rita Manser, Leiterin des Alters- und Pflegeheims, erläuterten das Bauvorhaben.

Andreas Winkler, Präsident der Kommission fürs Alter, und Rita Manser, Leiterin des Alters- und Pflegeheims, erläuterten das Bauvorhaben.

Bild: Astrid Zysset

«Ein wenig zentraler wäre schön gewesen» – diese Meinung zumindest vertraten einige Gaiser Einwohnerinnen und Einwohner vergangenen Dienstagabend. Die Gemeinde stellte im Hotel Krone ihre Pläne für den Bau eines neuen Alters- und Pflegenzentrums vor. Entstehen soll es beim heutigen Standort an der Gäbrisstrasse 18, und eben nicht, wie an jenem Abend der Wunsch geäussert wurde, in der unmittelbaren Nähe des Dorfplatzes. Gemeinderat Andreas Winkler, Präsident der Kommission fürs Alter, versprach jedoch, dass man sich für bessere Anbindungen an den öffentlichen Verkehr einsetzen werde.

Ansonsten wurde das Bauvorhaben goutiert. Besonders der Bereich des «Betreuten Wohnens» stiess auf Wohlwollen. Rund 24 2,5- bis 3-Zimmerwohnungen sind vorgesehen, welche einen 24-Stunden-Notfallservice wie auch die Möglichkeit zum Bezug von Leistungen im Bereich der Hauswirtschaft und der Gastronomie beinhalten.

Handlungsbedarf beim heutigen Alters- und Pflegeheim

Was Andreas Winkler nicht müde wurde zu betonen, ist der Handlungsbedarf, der beim heutigen Alters- und Pflegeheim ausgewiesen sei. Der heutige Standort erstreckt sich über zwei Gebäude. Und beide sind in die Jahre gekommen. Alleine 60'000 Franken betragen aufgrund der schlechten Isolation die jährlichen Heizkosten. Räume würden fehlen, zudem seien die Fluren für moderne Pflegebetten zu eng. Besonders aber falle die Distanz von 300 Metern zwischen den Häusern ins Gewicht. Dieser organisatorische Mehraufwand würde mit einer Lösung an einem einzigen Standort verschwinden.

Für die Realisierung des neuen Alters- und Pflegezentrums sieht der Gemeinderat ein Kostendach von 20 Millionen Franken vor. Der Bau des Pflegezentrums entstünde als erstes, die Finanzierung würde durch die Gemeinde erfolgen. Den angrenzenden Bereich des «Betreuten Wohnens» würde eine Genossenschaft erstellen, zu deren Gründung die Gemeinde eine finanzielle Starthilfe leisten will. Den Betrieb des «Betreuten Wohnens» soll dann das angrenzende neue Pflegezentrum übernehmen. Was mit dem ehemaligen Spital beziehungsweise dem heutigen oberen Standort geschehen wird, ist noch offen. Am 29. November wird an der Urne über den Projektierungskredit für das Gesamtprojekt in der Höhe von 850'000 Franken entschieden.