Pionierin der Atemtherapie

WILDHAUS. Margrith Schneider-Ehrsam, die Gründerin der Stiftung Sunnehus und Pionierin der Atemarbeit, sieht ihren Auftrag in der Erschliessung der ganzen Persönlichkeit und der Talente jedes Menschen. Der Weg dazu ist der Dialog, die Atem- und Empfindungsarbeit.

Hanspeter Thurnherr
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WILDHAUS. Margrith Schneider-Ehrsam, die Gründerin der Stiftung Sunnehus und Pionierin der Atemarbeit, sieht ihren Auftrag in der Erschliessung der ganzen Persönlichkeit und der Talente jedes Menschen. Der Weg dazu ist der Dialog, die Atem- und Empfindungsarbeit. Als geistige Mutter des Sunnehus besteht ihr wichtigstes Anliegen darin, diesen Auftrag zu erfüllen.

Atemarbeit, so wie sie Margrith Schneider lehrt, führt den Menschen in die eigene Mitte, zur inneren Quelle. Enttäuschung, Burn-out und die Verzweiflung über die Sinnlosigkeit des Lebens werden zum Ausgangspunkt für die Entfaltung eines Bewusstseins, das Vertrauen in Stille und Achtsamkeit schenkt. Das Sunnehus ist ein Ort, an dem diese neue, nach innen gekehrte Sichtweise Gestalt annimmt, von den angebotenen Therapien über die Gestaltung des Alltags bis zur Bio-Küche.

Margrith Schneider-Ehrsam ist am 8. Juli 1917 im Rheintal geboren und im Zürcher Oberland aufgewachsen. Sie absolvierte die Ausbildung zur Kinderschwester, war in der Sozialarbeit und Telefonseelsorge tätig. Später begegnete sie dem Holländer Cornelis Veening, dem Pionier der Atemtherapie, lernte bei ihm und arbeitete mit ihm zusammen. Über vier Jahrzehnte führte sie in Zürich eine Praxis, gab Seminare und Kurse im In- und Ausland.

1991 rief sie das Projekt Stiftung Sunnehus ins Leben. Die Stiftung konnte 1995 das Kur- und Bildungszentrums Sunnehus eröffnen. Die heute 98-Jährige entwickelte die seelische und geistige Anatomie und Atemarbeit auf logopsychosomatischer Grundlage (ATLPS) und leitete das gleichnamige Bildungsinstitut.