Pinguine, Clowns und Akrobaten

WILDHAUS. Das Reka-Ferienzentrum in Wildhaus bietet für die Ferienkinder ein Zirkusprogramm an. Von Montag bis Donnerstag werden sie betreut, und es wird geübt. Am Donnerstagabend ist dann die grosse Zirkusshow für die Eltern.

Christiana Sutter
Drucken
Teilen
Tibor Locher hilft den Mädchen bei der Übung am Tuch im Zirkuszelt. (Bild: Christiana Sutter)

Tibor Locher hilft den Mädchen bei der Übung am Tuch im Zirkuszelt. (Bild: Christiana Sutter)

WILDHAUS. «Eins – zwei – drei», rufen die Betreuer des Rekalino-Teams. Die Antwort der Kinder kommt umgehend – «Zirkus Rekalino». Gespannt sitzen die Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren auf der Treppe im Aufenthalts- und Spielraum des Reka-Ferienzentrums in Wildhaus. Zusammen mit ihren Eltern bewohnen sie eine der 57 Wohnungen. «Seit einigen Wochen sind wir ausgebucht, alle Wohnungen sind besetzt. Es befinden sich 208 Personen im Reka-Feriendorf», sagt Gastgeber Peter Siegenthaler.

Jedes der zwölf Schweizer Reka-Feriendörfer widmet sich einem Thema. In Wildhaus ist es seit über zehn Jahren von März bis Oktober der Zirkus. In Urnäsch, dem benachbarten Reka-Feriendorf, gibt es beispielsweise einen Streichelzoo.

Zirkusshow am Donnerstag

Jeweils am Montagmorgen einer Ferienwoche können sich die interessierten Kinder für das Zirkusprogramm eintragen. Sylvia Forrer aus Wildhaus ist Rekalino-Teamverantwortliche. Ihr zur Seite stehen weitere Betreuerinnen und Betreuer. Von Montag bis Donnerstag können die Eltern ihre Kinder in das Rekalino-Programm bringen. Es dauert von neun bis kurz vor zwölf Uhr. Am Donnerstag wird den ganzen Tag für die Zirkusshow am Abend geübt.

Die Kinder können aus verschiedenen Disziplinen aussuchen. Sie können sich als Tierli verkleiden und von einem Dompteur über eine Schaukel dirigieren lassen. Jene Kinder, die es gerne lustig haben, lernen, wie sich ein Clown bewegt und wie er Grimassen schneidet. Für die turnerisch Begabten gibt es Akrobatik, diese Woche mit einem Tuch über dem Manegeboden. Das Zirkuszelt und die Kostüme sind vom Zirkus Balloni aus Sirnach gemietet. Tibor Locher ist Schauspieler und Zirkuspädagoge. Diese Woche übt er die Nummer mit dem Tuch mit Johanna, Askja, Lea und Anna ein. «Die Darbietung soll eine Geschichte erzählen», sagt er zu den vier Mädchen, «ihr seid Feen.» Mit viel turnerischem Geschick schlingen die vier Mädchen das rote Tuch um ihre Hand- und Fussgelenke und entziehen sich der Schwerkraft. Tibor Locher leistet Hilfestellung. Die 14jährige Anna sagt: «Wir waren schon öfters hier in den Ferien, extra wegen dem Zirkusprogramm.»

Bei den Proben ist ab und zu auch das Reka-Ferienzentrum-Gastgeberpaar Anke Gröger und Peter Siegenthaler dabei. «Vergangene Woche haben rund 70 Kinder an der Zirkuswoche teilgenommen. Die Show war sensationell», sagt Siegenthaler mit einem Strahlen in den Augen.

Man darf auch spielen

Während die eine Gruppe im Zirkuszelt am Tuch turnt, üben zwei Gruppen im benachbarten Aufenthaltsgebäude. Unter der Leitung von Petra Hartmann lernen die etwas kleineren Kinder sich wie Pinguine, Tiger oder auch Pferde zu bewegen. Die andere Gruppe übt das Ausbalancieren des Kopfes, indem sie ein Buch auf dem Kopf tragen und gehen – ohne dass das Buch hinunter fällt. Eine weitere Übung ist das Gehen über eine Stange. Dabei werden die Kinder von den Betreuerinnen Daniela Forte und Silvana Schmid an der Hand geführt. Während des Übens wird viel gelacht. Wenn ein Kind nicht mehr üben mag, «darf es auch spielen», sagt Sylvia Forrer. Ist ein Kind müde oder hat Hunger, wird es von der Teamverantwortlichen sorgsam betreut, «den Kindern sollen die Ferien hier im Reka-Ferienzentrum einfach nur Spass machen.»