Pflegeheim Wier

Stellungnahme der CVP Ebnat-Kappel

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Nach der Zustimmung der Bürgerschaft zur Schulerweiterung Wier steht in unserer Gemeinde am 21. Mai eine weitere wichtige Abstimmung bevor. Mit dem Projekt Neubau Pflegeheim Wier wird ein Vorhaben zur ­Entscheidung vorgelegt, wel­- ches unsere Gemeinde und ­ih re Standortattraktivität prägen wird.

Aktuell sind rund ein Viertel unserer Bewohner und Bewohnerinnen im AHV-Alter und dieser Anteil dürfte in den nächsten Jahren noch zunehmen. Nicht alle werden aber bis an ihr Lebensende zu Hause wohnen bleiben können. Ihnen allen soll es möglich sein, auch als pflegebedürftige Person weiterhin in unserer Gemeinde ein Zuhause finden zu können. Damit das gelingen kann, muss die nötige Infrastruktur bereitgestellt werden. Die CVP ist überzeugt, dass wir ein Pflegeheim brauchen, das den heutigen Normen entspricht, interne Arbeitsabläufe optimiert und insbesondere auch den Erwartungen und Wünschen zukünftiger Bewohner entgegenkommt. Die heutige Situation mit den strukturellen Unzulänglichkeiten und den sanierungsbedürftigen Gebäulichkeiten kann für die Zukunft nicht befriedigen. Wir brauchen eine Vorwärtsstrategie, um den älteren Mitmenschen, die einer stationären Pflege bedürfen, eine befriedigende Lösung innerhalb unserer Gemeinde zu bieten. Dies erreichen wir nur mit einem Neubau des Pflegeheims. Dieses soll sowohl den wachsenden Ansprüchen von Heimbewohnern und ihren Angehörigen wie auch bezüglich der Anforderungen an optimierte Arbeitsabläufe für das Pflegepersonal gerecht werden. Bei einem absehbar wachsenden Mangel an fachlich qualifiziertem Pflegepersonal ist der Attraktivität des Arbeitsplatzes genau so die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Politische Gemeinde engagiert sich mit acht Millionen Franken an den Gesamtkosten von 38 Millionen Franken. Der Rest wird aus bestehenden Rückstellungen sowie (zurzeit sehr günstig erhältlichem) Fremdkapital durch das Heim selber finanziert. Der Gemeinderat hat Abklärungen zur Tragbarkeit gemacht und wir sehen keine Veranlassung, diese in Frage zu stellen.

Wir empfehlen den Stimmbürgern, diese Vorlage gutzuheissen. Mit einem Ja sichern wir unseren zukünftigen – ab 2021 – pflegebedürftigen Mitbewohnern ein neues und modernes Zu­hause und den Mitarbeitenden einen ­attraktiveren Arbeitsplatz. Gleichzeitig nehmen wir den Gemeinderat auch beim Wort und erwarten von ihm, dass er anschliessend ebenso für das Betreute Wohnen (2. Etappe) eine Lösung präsentieren wird. (pd)