PFLEGE: Die Marke Spitex schützen

Spitexorganisationen sehen sich vermehrt mit der Konkurrenz privater Anbieter konfrontiert. Die Situation ist in Bütschwil und Mosnang noch nicht ganz so schlimm.

Martina Signer
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Drei Frauen der Spitex Bütschwil-Ganterschwil/Mosnang arbeiten seit der Gründung 1992 für die Organisation. Es sind Rosmarie (links) und Brigitte Brändle sowie Hanni Bürge, die auf dem Bild fehlt. (Bilder: Martina Signer)

Drei Frauen der Spitex Bütschwil-Ganterschwil/Mosnang arbeiten seit der Gründung 1992 für die Organisation. Es sind Rosmarie (links) und Brigitte Brändle sowie Hanni Bürge, die auf dem Bild fehlt. (Bilder: Martina Signer)

Martina Signer

martina.signer@toggenburgmedien.ch

«Nicht selten betreiben private Anbieter häuslicher Krankenpflegedienste Rosinenpickerei», sagt Balz Wielatt, neuer Präsident der Spitex Bütschwil-Ganterschwil/Mosnang in seinem Jahresbericht. «Sie nehmen lukrative Pflegeaufträge an und überlassen den Rest uns anderen», führte er weiter aus. Diese Problematik zeige sich schweizweit und auch im Toggenburg. Es gelte deshalb, die Marke Spitex zu schützen, weshalb bereits Anstrengungen unternommen wurden. So haben die Spitexorganisationen ein neues, leicht abgewandeltes Logo erhalten. Balz Wielatt war es an der Hauptversammlung vom Donnerstag im «Hirschen» Bütschwil auch ein Anliegen zu erwähnen, dass die Spitex nicht zwischen lukrativen und weniger lukrativen Arbeiten unterscheide. «Unsere Mitarbeiterinnen arbeiten in allen Situationen mit viel Fachwissen, Empathie und Engagement.»

Nachfrage im zweiten Halbjahr enorm hoch

Trotz dieser Problematik kann sich die Organisation in Bütschwil-Ganterschwil und Mosnang nicht über zu wenig Arbeit beklagen – im Gegenteil: Die Nachfrage war besonders im zweiten Halbjahr 2016 so hoch, dass das Budget mit einem Ertragsüberschuss von 37000 Franken statt mit einem vorangeschlagenen Verlust abschliesst. Viele der Angestellten, allen voran Stützpunktleiterin Brigitte Brändle, haben aufgrund der grossen Nachfrage viele Überstunden geleistet. Mit der Anstellung der jungen Pflegefachfrau Leandra Barmettler, die am 1. Juni ihre Stelle antritt, soll eine Entlastung erreicht werden. Drei Angestellte konnten an der HV geehrt werden. Alle drei, Leiterin Brigitte Brändle sowie Hanni Bürge und Rosmarie Brändle, arbeiten seit der Gründung der Organisation 1992 für die Spitex und leisten somit seit 25 Jahren häusliche Krankenpflegeleistungen in den Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil und Mosnang.

In der allgemeinen Umfrage meldete sich Bruno Facchi zu Wort, der sich für die Volksinitiative für eine starke Pflege aussprach und dazu ermutigte, die Initiative zu unterzeichnen.