Pfister neuer Gemeindepräsident

HEIDEN. Gallus Pfister aus Wil gewinnt in Heiden die Wahl zum Gemeindepräsidenten. Er setzt sich gegen drei Mitbewerber durch. Vizegemeindepräsident Ueli Rohner wird Zweiter, will sich allerdings aus dem Gemeinderat zurückziehen.

Jesko Calderara
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Kann mit der Bevölkerung auf den Sieg anstossen: Der frisch gewählte Gemeindepräsident Gallus Pfister bei der Wahlfeier im Dunant-Park. (Bild: Lukas Pfiffner)

Kann mit der Bevölkerung auf den Sieg anstossen: Der frisch gewählte Gemeindepräsident Gallus Pfister bei der Wahlfeier im Dunant-Park. (Bild: Lukas Pfiffner)

Die mit viel Spannung erwartete Wahl um das Gemeindepräsidium in Heiden endete mit einem klaren Ergebnis. Bereits im ersten Wahlgang wurde der parteiunabhängige Gallus Pfister gewählt. Er wird Nachfolger von Norbert Näf, der auf Ende Mai nach zehn Amtsjahren seinen Rücktritt eingereicht hat. Der zurzeit noch in Wil wohnhafte Kandidat der überparteilichen Findungskommission erhielt 651 Stimmen und lag damit über dem absoluten Mehr. Dieses betrug 609 Stimmen. Pfister setzte sich gegen drei Mitbewerber durch und wurde gleichzeitig auch in den Gemeinderat gewählt. Das zweitbeste Ergebnis erreichte der bisherige Vizegemeindepräsident Ueli Rohner mit 375 Stimmen. Für den Parteilosen sprach sich die SP aus. Deutlich abgeschlagen folgten Christian Funke und Markus Hilber, deren Wahlzettel 126 sowie 37 Bürger in die Urne einwarfen. Hilber ist zwar SVP-Mitglied, die Partei sprach sich aber für Pfister aus. Die Stimmbeteiligung betrug 45 Prozent.

Freude beim Sieger

Gross ist die Freude beim frisch Gewählten. «Das Resultat ist der Lohn für den Aufwand, den ich während des Wahlkampfs betrieben habe», sagt Gallus Pfister. Die Hoffnung sei immer da gewesen, dass es bereits im ersten Wahlgang eine Entscheidung zu seinen Gunsten geben würde. Er habe allerdings damit rechnen müssen, dass sich die Stimmen auf alle vier Kandidaten aufteilten. Pfister sieht verschiedene Ursachen für den Ausgang der Wahlen: «Ich habe bei meinen Auftritten jeweils ein positives Feedback aus der Bevölkerung erhalten.» Als Aussenstehender könne er zudem unbelastet an die Sache herangehen. Dies hätten viele Bürger geschätzt. Pfister beabsichtigt, die Zeit bis zum Amtsantritt am 1. Juni zum Dossierstudium und Einarbeiten zu nutzen.

Enttäuschung beim Verlierer

Enttäuscht über sein Abschneiden ist Ueli Rohner. Zwar schaffte er den Sprung in den Kantonsrat, blieb jedoch ohne Chance auf das Gemeindepräsidium. Offensichtlich traue man ihm in Heiden nicht zu, die Gemeinde führen und repräsentieren zu können, sagt Rohner. «Ich habe mit einer grösseren Unterstützung gerechnet.» Als weiteren Grund für die Niederlage nennt Rohner die tiefe Wahlbeteiligung. Auch seine Tätigkeit für den Heimatschutz und die Nähe zur SP seien wohl kaum förderlich gewesen.

Rohner verzichtet auf Amt

Bestätigt wurde Ueli Rohner hingegen als Gemeinderat. Er wird die Wahl jedoch nicht annehmen. «Ich habe keine Lust mehr, für andere zu dienen», begründet der Unterlegene sein freiwilliges Ausscheiden aus dem Gremium. Rohner will sich künftig ganz auf sein Kantonsratsmandat konzentrieren.

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