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Von Beiz zu Beiz geht's am ringsten: Die grosse Übersicht der Ausflugsrestaurants im Appenzellerland

Noch liegt im Alpstein viel Schnee und ein grosser Teil der Wanderrouten ist nicht begehbar. Umso schöner, dass auch das Hügelland einige lohnende Ausflugsziele zu bieten hat.
Karin Erni

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Das Appenzellerland verfügt über ein ausgesprochen dichtes Netz an Wanderwegen. Wer es benutzt, läuft nicht so schnell Gefahr zu verdursten oder zu verhungern, denn trotz des allenthalben grassierenden Beizensterbens haben sich hierzulande erfreulich viele Ausflugsrestaurants halten können.

Seit 120 Jahren im «Hirschen» Wald

Deren Wirte müssen sich grossen Herausforderungen stellen. An schönen Wochenenden werden sie von Gästen überrannt und könnten jeden Tisch mehrfach besetzen. Herrscht dagegen schlechtes Wetter, bleiben sie auf den Nussgipfeln sitzen. Es gibt einige Gastgeber, die sich mit dieser Situation arrangiert haben und teilweise seit Jahrzehnten erfolgreich sind. So wie die Familie Mettler, die bereits 120 Jahre im «Hirschen» in Wald wirtet. Sie hält damit wohl den Rekord bei den Ausflugsbeizen im Appenzellerland.

1899 übernahmen Katharina und Johannes Mettler-Buff, die Grosseltern des jetzigen Gastwirts Werner Mettler, den Hirschen mit zugehörigem Landwirtschaftsbetrieb und Bäckerei. Nachdem Johannes Mettler im Jahr 1910 verstarb, führte seine Frau Katharina couragiert den Betrieb weiter. Sie war es, die im Jahr 1914 den alten Sandsteinofen durch den noch heute bestehenden wertvollen Kachelofen ersetzen liess. Diesen feuert Werner Mettler seit 40 Jahren vier Mal pro Woche ein und bäckt darin neben knusprigem Brot die traditionellen Spezialitäten des Hauses wie «Sprötzerli» oder Totenbeinli. Aber auch die Kuchen und Torten des gelernten Konditor-Confiseurs erfreuen sich grosser Beliebtheit. Daneben steht er in der Küche und kocht für die Gäste. Es gibt gutbürgerliche Speisen, zubereitet mit möglichst regionalen Produkten. So kommen der Käse, die Eier und die Milch aus dem Dorf und auch bei den Weinen wird Wert auf einheimische Gewächse gelegt.

Ganze Familie hilft mit

Mit Bruno Mettler und seiner Schwester Alicia ist die vierte Generation ins Familiengeschäft eingestiegen. Alicia hat die Hotelfachschule absolviert und war danach in der Weinkommunikation tätig. Sie ist heute Mitinhaberin einer PR-Agentur in Zürich. Bruno ist im IT-Bereich tätig. «Wir stehen beide nur am Wochenende im Betrieb in Wald, um gemeinsam mit der langjährigen Mitarbeiterin Lucija Rados Bozic unseren Vater Werner Mettler zu unterstützen. Hauptsächlich wollen wir aber unseren angestammten Berufen treu bleiben», sagt Bruno Mettler. Dass alle mithelfen, wo sie können, gehört zum Erfolgsrezept des Familienbetriebs.

Derzeit kann man über Blumenwiesen wandern und hat dabei den Alpstein im Blick. (Bild: Swiss-Image)

Derzeit kann man über Blumenwiesen wandern und hat dabei den Alpstein im Blick. (Bild: Swiss-Image)

Zu einem Hit habe sich der Sonntagsbrunch entwickelt, der einmal pro Monat und für Gruppen auf Vorbestellung angeboten wird, sagt Bruno Mettler. «Wir sind meistens ausgebucht.» Für die Zukunft sieht er den Betrieb gut gerüstet. «Wir bieten in unserem 250 Jahre alten Haus viel Tradition, stellen uns aber gleichzeitig dem Markt und seinen Bedürfnissen, indem wir beispielsweise eine moderne Homepage unterhalten, auf der die Gäste direkt Zimmer buchen können.»

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