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Pfingstferien finden in Herisau keine Mehrheit bei Eltern und Lehrpersonen

Die Schulbehörden von Herisau wollten anhand einer Umfrage wissen, ob die Verschiebung einer Ferienwoche vom Herbst hin zu Pfingsten gewünscht ist. Nur eine Minderheit von 49,7 Prozent hat sich für Pfingstferien ausgesprochen. Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch.
Mea McGhee
Pfingstferien böten Kindern eine zusätzliche Erholungsmöglichkeit im langen vierten Quartal. (Bild: Getty )

Pfingstferien böten Kindern eine zusätzliche Erholungsmöglichkeit im langen vierten Quartal. (Bild: Getty )

Neun Gemeinden in Ausserrhoden kennen Pfingstferien. In elf Dörfern gibt es im vierten Quartal zwischen Frühlings- und Sommerferien keinen Unterbruch durch Ferien. Pfingstferien ja oder nein? Das sorgt immer wieder für Diskussionen. Aktuell in Herisau. Die Schule führte diesen Frühling eine Umfrage bei Eltern und Lehrpersonen durch. Eine knappe Minderheit von 49,7 Prozent sprach sich für Pfingstferien aus. Dieses Ergebnis kommunizierte die Schule Mitte Juni via Medien. Auch die Elternforen wurden informiert.

Eltern wünschen bessere Information

Nun haben sich einige Eltern bei der «Appenzeller Zeitung» gemeldet, die bedauern, dass sie nicht mittels Brief direkt über das Ergebnis der Umfrage informiert worden sind. Elternforen würden in grossen Abständen tagen und so daure es womöglich bis nach den Sommerferien, bis alle Eltern das Resultat kennen würden. Eliane Richter, Mutter zweier schulpflichtiger Kinder, ist es wichtig, dass die Eltern detailliert informiert werden. Nimmt man das Ergebnis der befragten Eltern, so war eine Mehrheit für Pfingstferien: 516 von 1001 Personen, also 51,6 Prozent sprachen sich dafür aus. Bei den Lehrpersonen sieht es anders aus: 38 von 114 Personen, also nur 33,3 Prozent befürworten Pfingstferien.

Pfingstferien nur bei klarer Mehrheit

Herisaus Schulpräsidentin Annette Joos findet, die Schule habe ausreichend informiert. Angesichts des Informationsbedürfnisses seitens Eltern zieht sie aber in Erwägung, mit den Schulhausvorstehern allfällige Möglichkeiten von Kommunikationswegen zu besprechen. Ein Wechsel der Ferienwoche vom Herbst in die Pfingstzeit wäre für die Schule Herisau nur bei einer klaren Mehrheit in Frage gekommen. Konkret: «Eine Mehrheit von rund 60 Prozent», so die Gemeinderätin. Der nun gefällte Entscheid basiere auf einem noch geringeren Nein-Votum, darum könne sie ihn nicht ganz nachvollziehen, so Eliane Richter. Als Hauptargument gegen Pfingstferien nennt Joos die weiterführenden Schulen, die keine Pfingstferien kennen. Lehrpersonen hätten zudem das Kinderfest als Gegenargument genannt.

Erholung für jüngere Kinder wäre wichtig

Eliane Richter sagt, gerade kleinen Kindern würde eine schulfreie Woche im Quartal zwischen Frühlings- und Sommerferien zusätzliche Möglichkeit zur Erholung bieten. Immer wieder höre sie, dass die Kinder gegen Ende des Schuljahres richtig müde seien, so die Mutter. Auch Schulpräsidentin Joos kennt diese Problematik, findet aber, die schulfreien Brücken um die Feiertage Auffahrt und Pfingsten, brächten eine gewisse Entlastung.

Eliane Richter fände es wertvoll, die Diskussion um das Thema Pfingstferien noch einmal aufzunehmen. Und Schulpräsidentin Annette Joos sagt, das Thema könne in einigen Jahren wieder aufgegriffen werden.

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