Pfarrhaus benötigt Segen der Kirchgemeinde

Die Kirchgemeinde Urnäsch beabsichtigt, das Pfarrhaus zu sanieren. Der Öffentlichkeit wurde ein Lösungsvorschlag präsentiert. Das Projekt soll rund eine halbe Million Franken kosten.

Bruno Eisenhut
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URNÄSCH. In Urnäsch steht die Sanierung des bestehenden reformierten Pfarrhauses an. Das Wichtigste vorneweg: Die geplanten Kosten belaufen sich auf rund 500 000 Franken. Durch die Einhaltung der Denkmalpflegevorgaben kann die Kirchenvorsteherschaft (Kivo) mit einem Beitrag von 20 000 Franken aus der Kasse des Kantons rechnen.

Insbesondere die Fenster und die Fassaden seien sanierungsbedürftig, hiess es am Dienstagabend. Letztere sollen aus Eternit im Kleinschindelformat bekleidet werden. Neue Fenster würden weiterhin die bestehende Sprosseneinteilung aufweisen. An der Westseite des Hauses ist zudem ein Balkon in Planung. Dieser sei insofern erforderlich, da die Wohnung über keinen ebenerdigen Ausgang zum Sitzplatz verfüge, war an der Versammlung zu erfahren. Der sanierungsbedürftige Eingang zum Unterrichtsraum würde ersetzt und mit mehr Licht durchflutet werden. Gleichzeitig sind dringend nötige Erneuerungen an Abwasser- und Meteorwasserleitungen vorgesehen. In diesem Zusammenhang soll die sich in schlechtem Zustand befindende Aussentreppe auf der Ostseite neu aufgebaut werden.

Eine anwesende Person erkundigte sich, warum nicht auch gleich das Dach saniert werde. Dieses sei noch in gutem Zustand und werde aus diesem Grunde auf später verschoben, hiess es. Seitens der Vorsteherschaft wurde zudem betont, dass die Übergänge von Fassade zu Dach sorgfältig isoliert werden.

Energetische Sanierung

Vor rund zwei Jahren erfolgte im Pfarrhaus eine klare Trennung der Wohnung und der Räume des Pfarramts im Erdgeschoss. Dies ermöglichte eine Fremdvermietung der Wohnung, die sich über die beiden Obergeschosse erstreckt. Obwohl das Haus seit wenigen Jahren über das Fernwärmenetz beheizt wird, fallen die Heizkosten in etwa der gleichen Höhe aus. Wie die Kivo an der öffentlichen Versammlung betonte, stehe sie geschlossen hinter einer konsequenten energetischen Sanierung. Mit der geplanten Sanierung könne ein grosser Schritt in diese Richtung vollzogen werden.

Grösster Brocken

Mit der geplanten Investition erhofft sich die Kirchenvorsteherschaft eine merkliche Aufwertung des Objekts zwischen reformierter Kirche und Gemeindehaus. Insbesondere deshalb, weil die Grundsubstanz des Hauses noch gut erhalten sei.

Zur Finanzierung soll auch die Landeskirche beider Appenzell beitragen. Gemäss Ausführungen der Kirchenvorsteherschaft erhöht die Landeskirche den jährlichen Finanzausgleich mit einem Investitionsbeitrag um 12 500 Franken auf 76 500 Franken. Dies bis ins Jahr 2019, danach sollen noch bis ins Jahr 2033 jährlich 5600 Franken von der Landeskirche in die Kasse der Kirchgemeinde Urnäsch fliessen.

Den grössten finanzielle Brocken gilt es aber dennoch für die Kirchgemeinde zu stemmen: 350 000 Franken werden mit Eigenmitteln abgedeckt. Für die restlichen 134 000 wird das Haus mit einer Hypothek belastet, die rückwirkend mit dem Investitionsbeitrag laufend amortisiert werden soll.

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