Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Petri Heil am Bergsee

F wie Fischen. In den Sommermonaten locken die klaren Bergseen und die imposante Gebirgskulisse zahlreiche Fischer in den Alpstein. Sie alle brauchen neben dem nötigen Glück eine gute Beobachtungsgabe und viel Geduld.
Patrick Baumann
Die Elritze dient Fischern ebenfalls als Köder.

Die Elritze dient Fischern ebenfalls als Köder.

ALPSTEIN. Die Sonne scheint, und es ist drückend heiss am idyllisch gelegenen Seealpsee. Dementsprechend viele Wanderer suchen eine Erfrischung im kühlen Bergwasser. «Bei diesem heissem Wetter und den vielen Leuten dürfte es wohl schwieriger werden, etwas zu fangen», sagt Andreas Inauen, Präsident des Fischereivereins Appenzell. Wir versuchen es trotzdem. Vielleicht haben wir ja Glück. Fangen kann man im Seealpsee Bachforellen und Seesaiblinge. Wir postieren uns am nördlichen Ufer des Sees, werfen die Angel aus und warten.

Die Natur beobachten

«Neben der Wahl des richtigen Ortes gehört die Auswahl der Köder zu den grössten Herausforderungen beim Fischen», sagt Andreas Inauen. Die Wahl des richtigen Köders sei aber noch lange keine Garantie für den Erfolg. Beim Fischen sei sehr viel Geduld und auch Glück gefragt. «Oft geht man mit leeren Händen nach Hause. In solchen Fällen darf man den Mut nicht verlieren. Man hat ja trotzdem einen schönen Tag erlebt», sagt Inauen. Die Chance, dass ein Fisch anbeisst, sei am Morgen oder am Abend am grössten. Zudem hänge die Erfolgsquote von der Jahreszeit ab. «Im Frühling und im Herbst beissen in den Bergseen des Alpsteins tendenziell mehr Fische an.»

Mit 180 Franken ist man dabei

Andreas Inauen hat im Alter von 21 Jahren mit dem Fischen angefangen. «Früher spielte ich Handball. Wegen zahlreicher Verletzungen musste ich dieses Hobby aufgeben», sagt der 28-Jährige. «Da ich von Beruf Bäcker bin, habe ich an Nachmittagen oft frei. Da hat sich die Fischerei als neue Freizeitbeschäftigung angeboten.» Fischen sei kein teures Hobby. «Für rund 180 Franken gibt es eine gute Einsteigerausrüstung», sagt Inauen. Zur Ausrüstung gehören eine Angelrute mit Rolle, Köder, ein Kescher, ein Schalenmass, ein Messer, ein Haken und ein Schlagstock.

Die Ausbildung ist wichtig

Wichtigste Voraussetzung für das Fischen im Alpstein ist die kantonale Bewilligung. Seit 2009 müssen alle Fischenden, die in der Schweiz angeln wollen, über einen Sachkunde-Nachweis verfügen. «Dazu werden in allen Kantonen sogenannte Sana-Kurse angeboten», sagt Inauen. «Ein wichtiger Eckpunkt der Ausbildung ist die Kenntnis der heimischen Fischarten. Zudem werden die angehenden Fischer über Anatomie und Handhabung der Fische unterrichtet. Die kantonale Gesetzgebung ist ebenfalls Teil des Lehrplans», sagt Inauen. «Besonders wichtig ist, dass man lernt, wie man einen gefangenen Fisch artgerecht tötet. So kann ein unnötiges Leiden der Tiere verhindert werden. Zudem muss man wissen, wie man zu kleine Fische, ohne sie zu verletzen, ins Wasser zurücksetzen kann.» Am Ende der Ausbildung steht eine Multiple-Choice-Prüfung. «Zusätzlich zur Prüfung muss jeder einen Hegetag absolvieren, bei dem in und um die Sitter Abfall gesammelt wird.» Der Fischereiverein Appenzell unterstützt den Wildhüter oft bei Arbeiten an den Gewässern des Kantons. Ach ja, vorgestern am Seealpsee biss leider kein Fisch an.

Die Auswahl an Ködern ist riesig.

Die Auswahl an Ködern ist riesig.

Andreas Inauen, Präsident des Fischereivereins Appenzell, wirft seine Angelrute am Seealpsee aus. (Bilder: Patrick Baumann)

Andreas Inauen, Präsident des Fischereivereins Appenzell, wirft seine Angelrute am Seealpsee aus. (Bilder: Patrick Baumann)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.