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Petition ist unnötig

«Gemeinderat wird massiv kritisiert», Ausgabe vom 17. Februar
Faszinierende Orgel: Die Gelegenheit, sie näher kennen zu lernen, wurde rege benützt. (Bild: Peter Küpfer)

Faszinierende Orgel: Die Gelegenheit, sie näher kennen zu lernen, wurde rege benützt. (Bild: Peter Küpfer)

Ich wollte mich nicht mehr in die Kirchberger Politik einmischen. Was jetzt aber abgeht, gleicht einer Verzweiflungstat. Vor 15 Jahren fragte ich die Schulbürger in Bazenheid, ob eine bürgerliche Mehrheit einen linken Schulpräsidenten wählen will. Einige waren peinlich berührt, andere fanden das humorvoll. Hier das Resultat: Zwölf Jahre passive Schulraumplanung. Nach dem Scheitern des Kirchberger «Stadtsaals» beim Stimmvolk, wurde ich von der Dorfverwaltung Bazenheid in die damalige «Saalbaukommission» delegiert. Damals habe ich das Bazenheider Anliegen vertreten, dass ein Saal tagsüber und abends gebraucht werden muss, für eine optimale Zweckerfüllung. Was lag näher, als sich mit der Schule zusammen zu schliessen. Dreimal habe ich damals den Schulpräsidenten nach den Bedürfnissen der Schule gefragt und keine Antwort erhalten. Lassen wir die Vergangenheit und schauen in die Zukunft:

Fakt ist: In Kirchberg liegt ein vernünftiges, realisierbares Projekt vor. In Bazenheid wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Der erste Preis ist wohl ein Holzbau. Aber, er kostet zu viel und braucht zu viel Bauland.In Bazenheid wurde letztes Jahr ein Schulhaus gebaut mit vier Schulzimmern und zwei Gruppenräumen inklusive Zugang und WC für rund eine Million Schweizer Franken.

Was lernen wir daraus? Bazenheid braucht aktuell zwölf Schulzimmer. Wenn wir eine Million durch vier teilen und mit zwölf multiplizieren ergibt das ganze drei Millionen. Nun habe ich gehört, dass diese Formel so nicht geht, sondern dass, alle Nebenräume eingeschlossen, mit einem Faktor von 2,9 Schulzimmer zu rechnen ist. Seien wir grosszügig und rechnen mit Faktor 3. Dies ergibt erst neun Millionen und nicht die vom Architekten errechnete viel höhere Bausumme.

Mein Vorschlag: Der Kirchberger Gemeinderat schreibt den Architekturwettbewerb Schulhaus und Kindergarten Bazenheid als nicht realisierbar ab.Der Kirchberger Gemeinderat schreibt eine kostengünstige Unternehmervariante aus, in der sich Handwerker in einem Generalunternehmervertrag zusammenschliessen und ein zweckmässiges Schulhaus inklusive Kindergarten schlüsselfertig zu einem Fixpreis anbieten.

Dass diese Lösung funktioniert, ist in Bazenheid bewiesen worden. Die Zeit, dass die Steuerzahler Architekturdenkmäler wie das «Aquarium» finanzieren, sollte vorbei sein. Mit diesem Vorgehen könnte auch das Projekt in Kirchberg finanziert werden und somit wären die Kirchberger und Bazenheider Steuerzahler und Bürger glücklich.

Fritz Rutz, alt Kantonsrat, Felsenburg, Untere Schieb 16,

9615 Dietfurt

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