Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Pest in der Schweiz

Die Pest entstand in Asien; über die im Mittelalter für Europa wichtiger werdenden Handelsrouten gelangte sie um 1347 nach Europa, zuerst nach Süditalien und in die Handelsstädte an der europäischen Mittelmeerküste – und über das Rhonetal und das Tessin in die Schweiz.

Die Pest entstand in Asien; über die im Mittelalter für Europa wichtiger werdenden Handelsrouten gelangte sie um 1347 nach Europa, zuerst nach Süditalien und in die Handelsstädte an der europäischen Mittelmeerküste – und über das Rhonetal und das Tessin in die Schweiz. Diese erste Welle brachte geschätzten 25 Millionen Europäerinnen und Europäern den Tod – rund einem Drittel der damaligen Bevölkerung. Es kam zu Judenverfolgungen – Juden wurden der Vergiftung von Brunnen bezichtigt.

In regelmässigen Wellen suchte die Pest danach Europa heim; in der Schweiz übernahmen die Handelsstädte Genf und Basel und die Transitrouten die Funktion von Eintrittspforten. In den Jahren 1519, 1541, 1611 und 1629–30 litt jeweils das gesamte Gebiet der Schweiz unter der Pest. Roger Seiler schreibt im Historischen Lexikon der Schweiz, dass es sich dabei «meist um die über den Menschenfloh verbreitete Beulenpest» gehandelt habe.

Die Pestseuchen bewirkten bereits früh, dass politische Behörden kollektiv geltende Massnahmen ergriffen und durchsetzten, etwa auf dem Gebiet der Sanität wie auch der Hygiene. (gbe)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.