Nachgefragt
«Der Personalbestand wurde verstärkt, um mehr Kontrollen durchzuführen»: Wie sich Innerrhoden auf die Wintersaison vorbereitet

Die Innerrhoder Skigebiete sind zwar geschlossen, trotzdem werden Einheimische, Touristen und Personen, die Zweitwohnungen besitzen, irgendwelche Formen von Wintersport oder auch nur Wanderungen betreiben. Wir haben nachgefragt bei Mathias Cajochen, Departementssekretär des Innerrhoder Gesundheits- und Sozialdepartements:

Margrith Widmer
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Ein Wanderer unterwegs vom Sämtisersee in Richtung Fälensee.

Ein Wanderer unterwegs vom Sämtisersee in Richtung Fälensee.

Bild: Benjamin Manser (11. November 2016)

Wie sieht die Situation in Innerrhoden aus?

Mathias Cajochen: Die Restaurants sind seit dem 22. Dezember geschlossen. Wanderungen sind zulässig, wobei Menschenansammlungen von über 15 Personen verboten sind. Die Abstand- und Hygieneregeln sind allerdings einzuhalten.

Was wird gegen Littering und dergleichen unternommen?

Mathias Cajochen, Departementssekretär Gesundheits- und Sozialdepartement AI.

Mathias Cajochen, Departementssekretär Gesundheits- und Sozialdepartement AI.

Bild: PD

Die gleichen Massnahmen wie im Frühling, allenfalls werden die Konzepte beispielsweise jahreszeitlich bedingt angepasst.

Werden eventuell an neuralgischen Stellen Toi-Toi-Häuschen aufgestellt?

Das ist zurzeit nicht vorgesehen; die öffentlichen WC Anlagen sind und bleiben in Betrieb.

Finden häufigere Kontrollen statt?

Wenn dies die Lage erfordert, werden die Kontrollen verstärkt.

Wenn die Skigebiete zu und die Leute trotzdem da sind, wird es voraussichtlich Anhäufungen von Menschenmassen in den Dörfern, vor allem in Appenzell, geben. Das war ja bereits im Frühling/Sommer schon so.

Am vorletzten Sonntag hat sich die Situation in und um Appenzell sehr ruhig dargestellt. Es gab keinerlei Menschenansammlungen in Appenzell, auch nicht in der Hauptgasse.

Bestehen Szenarien, wie die Maskenpflicht und Abstandspflicht trotzdem durchgesetzt werden kann?

Die Maskenpflicht wird in den autofreien Zonen am Samstag und auch am Sonntag mehrheitlich gut umgesetzt.

Haben Sie genügend Personal zur Verfügung?

Der Personalbestand im Kantonalen Arbeitsinspektorat wurde verstärkt, um den Kontrollen mehr Gewicht zu geben und mehr Kontrollen durchzuführen.