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PERIMETER: Das Flussbett soll bis 45 Meter breit werden

Martin Knöpfel

Die Uferverbauung an der Thur in Wattwil stammen aus den Jahren 1907 bis 1914. Teile davon sind schadhaft und wurden in den letzten Jahren repariert, beispielsweise in Ulisbach. Die Thur hat auch in den letzten gut 100 Jahren die Sohle ihres Bettes stellenweise um rund einen Meter erodiert. Gemäss den Berechnungen des Kantons ist die Abflusskapazität in Wattwil zu klein, sodass ein «100-jährliches Hochwasser» Überschwemmungen im Siedlungsgebiet verursachen wird. Ein «100-jährliches Hochwasser» ist ein Ereignis, welches statistisch gesehen einmal in 100 Jahren zu erwarten ist. Beim «300-jährlichen Hochwasser» würde laut der Gefahrenkarte des Kantons der Talboden zwischen dem BWZT und dem Kraftwerk Lichtensteig fast total überschwemmt. Der Kanton plant deshalb, die Abflusskapazität der Thur zu erhöhen.

Im Siedlungsgebiet soll das Flussbett statt bisher 23 neu 30 Meter breit werden. Ober- und unterhalb des Siedlungsgebiets sollen es künftig 45 Meter sein, wobei die Thur im breiteren Bett mäandrieren wird.

Geplant ist ferner, an einigen Stellen im Siedlungsgebiet die Thur mit Sitzstufen und Rampen für die Bevölkerung zugänglich zu machen. Ferner sollen die Wege auf beiden Flussufern verbreitert werden. Den Bauarbeiten und der Thursanierung werden unter anderem die meisten Alleebäume zum Opfer. Die Thur ist ein kantonales Gewässer. Die Projektleitung für die Sanierung hat deshalb das kantonale Amt für Wasser und Energie. Der Perimeter der Sanierung beginnt oberhalb der Thurbrücke der Eisenbahnstrecke von Wattwil ins Obertoggenburg. Er reicht bis zur Floozbrücke, Lichtensteig. Das sind rund fünf Kilometer.

Kosten von 34 bis 56 Millionen Franken zu erwarten

Die Kosten der Thursanierung schätzt der Kanton auf 45 Millionen Franken, wobei die Zahl von 2016 stammt und eine Unschärfe von plus oder minus 25 Prozent aufweist. Ein Baubeginn dürfte nicht vor 2022 möglich sein. Der Baubeginn ist abhängig davon, ob Betroffene sich mit Einsprachen gegen das Projekt und gegen die Abtretung von Land wehren und Recht erhalten oder abhängig davon, wie weit Einsprachen nach einer Ablehnung weitergezogen werden.

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