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In Teufen entsteht eine Wohnsiedlung mit eigenem Bergbähnli

Im Sammelbühl sollen 60 Mietwohnungen entstehen. Sie werden über einen öffentlich nutzbaren Schräglift erschlossen. Dadurch erhält Teufen eine rollstuhlgerechte Verbindung zwischen Zeughaus und Badi.
Karin Erni
Die Architekten Timon Bischofberger, Martin Engeler und Landschaftsarchitektin Rita Mettler mit einem Modell des Siegerprojekts. (Bild: Karin Erni)

Die Architekten Timon Bischofberger, Martin Engeler und Landschaftsarchitektin Rita Mettler mit einem Modell des Siegerprojekts. (Bild: Karin Erni)

Die Firma Grubenmann Liegenschaften AG besitzt in St. Gallen und dem Appenzellerland rund 350 Wohnungen. Seit einigen Jahren verfügt sie im Teufner Sammelbühl über ein Grundstück von über 10000 Quadratmetern. Darauf beabsichtigt sie, eine neue Wohnüberbauung zu realisieren. «Unser Ziel ist es, Mietwohnungen im preisgünstigen Segment anzubieten», sagt Verwaltungsratspräsident Lukas Enzler. «Weil das Gelände anspruchsvoll ist und wir eine bestmögliche Qualität an Entwürfen erhalten wollten, haben wir einen Studienauftrag veranstaltet.» Sechs Architekten-Teams aus dem Appenzellerland und St. Gallen haben sich daran beteiligt. Ein Gremium begleitete das Projekt fachlich und beurteilte die Entwürfe. Es bestand aus Vertretern der Bauherrschaft, der Verwaltung, der Architektin Lisa Ehrensberger und dem Architekten Paul Knill. Letzterer ist Mitglied des Fachgremiums für Architektur- und Ortsbildberatung Teufen.

Bauten passen sich Umgebung an

Das Gremium entschied sich für den Entwurf von Armin Benz Martin Engeler Architekten BSA SIA, Timon Bischofberger GmbH und Mettler Landschaftsarchitekten AG. Die Architektengemeinschaft aus St. Gallen stellt drei längliche Häuserreihen in den Hang und zwei grössere Gebäude auf die ebene Fläche in der Nähe des Goldibachs. Es sei ihnen besonders gut gelungen, die Baukörper in die Geländeform zu integrieren, lobt Paul Knill. Die Häuser am Hang seien lediglich achteinhalb Meter tief. Das habe unter anderem den Vorteil, dass wenig Aushub nötig ist, was die Kosten reduziere. «Die schlanken Baukörper folgen den Höhenlinien, sie sind dadurch leicht versetzt, was einen tollen Effekt ergibt und sie nicht monolithisch erscheinen lässt.» Jede Wohnung erhält einen Eckbalkon mit optimaler Besonnung. Auch die Nasszellen verfügen über Fenster. Die Materialisierung erfolgt gemäss der lokalen Bautradition mit einer Holzfassade. Bei der Bauweise ist aus Kostengründen eine Kombination aus Massiv- und Holzbau geplant. Die Häuser erhalten ein Schrägdach.

«Die Überbauung wirkt nicht protzig und bildet eine schöne Visitenkarte am südlichen Dorfeingang.»

Schräglift statt Strasse

Das Projekt verzichtet zudem auf eine Erschliessungsstrasse. Im steilen Hang müssten dafür Stützmauern erstellt werden, was teuer in der Erstellung und im Unterhalt wäre. Die gewählte Lösung mit einem Schräglift überzeuge auch optisch, so Knill weiter. «Der Lift verläuft mitten durch die Überbauung. Er kann öffentlich genutzt werden, der Wanderweg führt über das Gelände.» Ein Netz von kleinen Wegen durchzieht den Hang. Es gibt verschiedene Spielmöglichkeiten für Kinder, einerseits im Gelände, andererseits in den «Gassen» hinter den Häusern. Zudem soll in der Ebene ein Hartplatz entstehen. Auch Gärtchen für die Bewohner sollen möglich sein.

Entstehen sollen 60 Wohnungen in unterschiedlichen Grössen von 2 ½- bis 5 ½-Zimmern. Das Gebiet untersteht einem Sondernutzungsplan. Falls keine Einsprachen eingehen, könnte 2021 mit dem Aushub begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.

Hinweis: Die Pläne und Modelle können heute Samstag von 10 bis 14 Uhr im Zeughaus Teufen besichtigt werden.

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