Pausenkiosk – beliebt seit zwölf Jahren

Im Rahmen des Themas Ernährung hat eine Schulklasse aus der Schule Oberes Neckertal in St. Peterzell eine Umfrage zum wöchentlichen Pausenkiosk gemacht. Das Ergebnis ist sehr positiv. Fast alle Kinder benutzen das Angebot «immer» bis «meistens».

Barbara Thomas
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In der Schule Oberes Neckertal gibt es einmal pro Woche einen Pausenkiosk. (Bild: pd)

In der Schule Oberes Neckertal gibt es einmal pro Woche einen Pausenkiosk. (Bild: pd)

Im Rahmen des Themas Ernährung hat eine Schulklasse aus der Schule Oberes Neckertal in St. Peterzell eine Umfrage zum wöchentlichen Pausenkiosk gemacht. Das Ergebnis ist sehr positiv. Fast alle Kinder benutzen das Angebot «immer» bis «meistens». Die Angebote gefallen «sehr» bis «meistens», und alle Kinder wünschen, dass der Pausenkiosk weiter geführt wird. Die Lehrerin Barbara Thomas berichtet über die Erfahrungen mit dem Projekt.

Ich habe mich wieder einmal mit der Entstehungsgeschichte dieses Brauches an unserer Primarschule auseinandergesetzt. Dabei bin ich auf Erstaunliches und schon fast wieder Vergessenes gestossen.

Im Januar 2001 führte das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung» des Kantons St. Gallen, kurz Zepra, ein Projekt Pausenkiosk ein, an dem sich zuerst insgesamt acht Schulen des Kantons beteiligten. Damit war ein Wettbewerb verknüpft, der jedes Jahr neu durchgeführt wurde.

Die Idee:

• Gesunde Ernährung ist wieder ein Thema in der Schule

• Ausgewogene Zwischenverpflegung verbessert das Leistungsverhalten

• Zum Thema kann fächerübergreifend unterrichtet werden

Die Zielsetzung:

• Gründen eines Pausenkiosks

• Sensibilisieren für gesunde Ernährung

• Attraktive, gesunde Zwischenverpflegung anbieten

• Umsetzung im Lebensraum Schule

• Möglichst autonomes Weiterführen des Pausenkiosks durch die Kinder

Die Qualitätskriterien:

• ausgewogene, gesunde Produkte

• zahnschonend

• geringer Fettgehalt

• regionale Produkte

• saisongerechte Produkte

• umweltfreundliches Verpackungsmaterial

• regelmässiges Angebot an zwei bis drei festgelegten Wochentagen

Am Wettbewerb teilnehmen konnte man nur, wenn man den Pausenkiosk mindestens ein halbes Jahr betrieb. Den interessierten Schulen wurde viel unterstützendes Material zur Umsetzung des Projekts mitgeliefert.

Auch unsere Schule liess sich von dieser Idee begeistern, und so begannen wir im August 2002 mit dem wöchentlichen Pausenkiosk. Und dieses Projekt betreiben wir jetzt schon mehr als zwölf Jahre erfolgreich weiter, denn das Angebot ist bei unseren Kindern äusserst beliebt. Nicht nur das Konsumieren, auch das Vorbereiten, die Arbeit in der Küche, das Verkaufen und Abrechnen sind sehr beliebte Tätigkeiten. Und auch weniger geliebte, aber notwendige Arbeiten, wie das Aufräumen und Abwaschen sind wichtige Lernfelder, in der heutigen Zeit besonders, weil sich viele Kinder zu Hause leider überhaupt nicht mehr an diesen täglich anfallenden Arbeiten beteiligen müssen. Das Ziel ist, neben den schon oben erwähnten, günstige, gesunde Zwischenverpflegung ohne Gewinn, aber auch ohne Verlust anzubieten. Dabei werden wir schon seit Jahren von fleissigen Müttern unterstützt, die jede Woche Vollkornbrötchen für unseren Pausenkiosk backen, an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Mit der Wettbewerbsteilnahme wurde es dann allerdings nichts, weil wir, als sehr kleine Schule, den Pausenkiosk nur einmal in der Woche anbieten konnten. Dies konnte aber unsere Freude am Projekt bis heute nicht beeinträchtigen, denn wir werden ja jede Woche genug belohnt, durch die Begeisterung der Kinder beim Durchführen wie beim Konsumieren.

Für die Lehrpersonen bedeutet es natürlich einen Mehraufwand (Planen, Einkaufen und Vorbereiten) und wir sind darum auch heute immer noch sehr froh um die positive Unterstützung der Eltern.

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