Paul Huber hat erstmals erfolgreich Hopfen angebaut

UNTERWASSER. Wer den Fussweg zum Luckentobel unter die Füsse nimmt, staunt ob der Pflanze, die ihn bei der Grundstückgrenze der Familie Huber begrüsst. Dunkelgrünes, wild rankendes Blattwerk bedeckt einen Rosenbogen.

Beatrice Bollhalder
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Die Hopfenpflanzen lieben das Klima im Luckentobel. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Die Hopfenpflanzen lieben das Klima im Luckentobel. (Bild: Beatrice Bollhalder)

UNTERWASSER. Wer den Fussweg zum Luckentobel unter die Füsse nimmt, staunt ob der Pflanze, die ihn bei der Grundstückgrenze der Familie Huber begrüsst. Dunkelgrünes, wild rankendes Blattwerk bedeckt einen Rosenbogen. Paul Huber freut sich, dass der Hopfen, den er im Frühling gesetzt hat, viele Blüten trägt. Ob er denn im Sinn hat, Bier zu brauen? «Nein», lacht der Hobbygärtner, «ich freue mich einfach, dass es dieser schönen, interessanten Pflanze hier bei uns im Luckentobel gefällt.»

Familie der Hanfgewächse

Er habe sich, als er sich auf die Suche nach Samen oder Pflanzen dieser Gattung machte, darüber informieren lassen müssen, dass es jeweils eine weibliche und eine männliche Pflanze brauche, damit Dolden gebildet werden können. «Immerhin sind sie mehrjährig», schmunzelt Paul Huber. Da die Hopfenpflanze bis zu 50 Jahre leben kann, darf er also hoffen, dass er sich auch in den kommenden Jahren jeweils über wildes Blattwerk um die hellgrünen Knospen, die Dolden genannt werden, freuen kann. Die Dolden sind es, die einen hohen Anteil an Lupulin aufweisen. Lupulin sind kleine Ausstülpungen der Epidermis, in denen sich Sekrete wie Hopfenbitterstoffe und Hopfenöle anreichern, die für den Brauer von besonderer Bedeutung sind und das Gebräu so herb machen. Ausserdem ist es der Hopfen, der für die beruhigende Wirkung des Biers verantwortlich zeichnet.

Hopfen – eine Heilpflanze

Nebst seiner Schönheit als Kletterpflanze ist der Hopfen auch als Heilpflanze bekannt. Tees und Zubereitungen aus Hopfenzapfen werden als leichtes Einschlaf- und Beruhigungsmittel verwendet. Hopfen wirkt ausserdem antibakteriell und wird zur Behandlung von Geschwüren und Hautverletzungen eingesetzt. Zudem sagt man ihm eine positive Wirkung bei Appetitlosigkeit und bei Verdauungsbeschwerden nach.