Patronat für Stiftung Säntisblick in Degersheim

Die Degersheimer Stiftung Säntisblick wächst stetig von innen heraus. Mit der Bestellung eines Patronats wurde nun ein weiteres, äusserliches Zeichen gesetzt. Mit einem «guten Namen für eine gute Sache» bekennen sich regionale Persönlich-keiten zur Institution.

Michael Hug
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DEGERSHEIM. «Für eine gemeinnützige Einrichtung sei es enorm wichtig, in der Öffentlichkeit eine gute Resonanz zu haben», sagte Stiftungspräsident Stefan Hochreutener am Freitag bei der Patronatsgründung. «Ein guter Name für eine gute Sache» – das sei der Antrieb, der innert weniger Wochen dazu verholfen hat, in der Region ein Dutzend Persönlichkeiten zu finden, die sich als Paten und Patinnen für die Idee der Stiftung einsetzen wollen.

Harmonisches Gefüge

Die Stiftung Säntisblick – Lebensraum für Menschen mit Behinderung – umfasst drei, in Kürze vier Wohnbereiche mit unterschiedlichen Wohnformen. Der Werkstatt- und Beschäftigungsbereich ist auf zwei Standorte in Degersheim dezentral verteilt. Zur Zeit leben und arbeiten in der Institution 62 jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung.

Die Stiftung bietet 44 Vollstellen an, verteilt auf 62 Arbeitsplätze, davon fünf Lehr- und drei Praktikumsplätze. Der Säntisblick ist ein quirliges, vielschichtiges, aber dennoch harmonisches Gefüge, in dem die Ansprüche der Menschen mit Behinderungen auf bestmögliche Weise erfüllt werden.

Netzwerk zur Verfügung

Stiftungsrat, Institutions-, Wohnbereichs- und Werkstattleitung sind die Organe des Säntisblick.

Nun wurde ein Patronatskomitee berufen, dessen Aufgabe es gemäss Institutionsleiter Paul Biagoli ist: «Die Stellung der Stiftung Säntisblick in der Öffentlichkeit zu stärken und das soziale Bewusstsein zu fördern. Paten und Patinnen der Stiftung tragen deren Gedanken, Interessen und Werte in ihr gesellschaftliches Umfeld und in breite Kreise der Bevölkerung.» Freiwillig, ehrenamtlich und ohne Verpflichtung.

Die Patronatsmitglieder stammen aus Mogelsberg, Degersheim und Uzwil, sind in der Region verankert und stellen ihr Netzwerk für die schöne und erfüllende Aufgabe zur Verfügung.

Traditioneller Weihnachtsmarkt

In der Folge der Patronatsgründung bestand für dessen Mitglieder die Möglichkeit, die Institution näher kennenzulernen. Am Weihnachtsmarkt im Wohnheim Waldegg am Wochenende gab es Gelegenheit, die Menschen im Säntisblick kennenzulernen.

Bei der Führung durch die Werkstätte Fuchsacker lernten die Patronatsmitglieder die Arbeits- und Beschäftigungsplätze der Behinderten kennen. «Wir sind beeindruckt», war der allgemeine Tenor.

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