Parteiunabhängige verlieren an Einfluss

HERISAU. Die SVP ist die Gewinnerin der Ausserrhoder Kantonsratswahlen vom Sonntag. Sie legte um zwei auf zwölf Sitze zu. Verlierer sind die Parteiunabhängigen mit fünf Sitzverlusten. In der Gemeinde Stein braucht es einen zweiten Wahlgang.

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Die neue Sitzverteilung im Einwohnerrat Herisau. (Bild: Grafik/Umberto W. Ferrari)

Die neue Sitzverteilung im Einwohnerrat Herisau. (Bild: Grafik/Umberto W. Ferrari)

Die grössten Fraktionen stellen wie bisher die FDP mit wie bei den letzten Wahlen 24 Sitzen und die Parteiunabhängigen mit 17 Sitzen (-5). Auf sie folgt die SVP mit ihren 12 Mandaten (+2), die SP mit 6 (+1), die CVP mit 4 Sitzen (+1) und die EVP mit wie vor vier Jahren einem Sitz.

Den Parteiunabhängigen könnte in Stein ein weiterer Sitz abhanden kommen. Dort gibt es am 10. Mai einen zweiten Wahlgang. Für die Nachfolge des in die Regierung gewählten Alfred Stricker hat im ersten Wahlgang ein SVP-Kandidat die Nase vorn.

Neue Sitzverteilung
19 der 20 Gemeinden wählen ihre Vertretungen nach dem Majorzsystem. Einzig Herisau wählt nach Proporz. Der Kantonshauptort stellt neu 18 Kantonsrätinnen und Kantonsräte, vier mehr als bisher. Teufen (neu 7 Sitze), Speicher und Heiden (je 5) sowie Gais (4) erhalten je einen zusätzlichen Sitz. Auf der anderen Seite verlieren Hundwil, Waldstatt, Trogen, Rehetobel, Wald, Grub, Walzenhausen und Reute je ein Mandat.

Das Ausserrhoder Volk hatte die neue Sitzverteilung im vergangenen November beschlossen. Neu werden alle 65 Sitze im Kantonsparlament entsprechend der Grösse der Bevölkerung auf die Gemeinden verteilt. Die früheren Vorabmandate, die eine Bevorzugung der kleinen Gemeinden bedeutet hatten, gibt es nicht mehr.

Die neue Sitzverteilung im Einwohnerrat Herisau. (Bild: Grafik/Umberto W. Ferrari)

Die neue Sitzverteilung im Einwohnerrat Herisau. (Bild: Grafik/Umberto W. Ferrari)


Wenig Bewegung im Herisauer Einwohnerrat
In Herisau wurde des Weiteren der Einwohnerrat neu gewählt. Hier kam es zu wenigen Umwälzungen. Um einen Sitz zulegen konnte die FDP – sie kommt neu auf neun Sitze. Weiterhin mit neun Einwohnerräten vertreten ist die SVP. Einen Sitzverlust hinnehmen musste die SP (neu fünf Sitze). CVP und EVP verharren bei fünf respektive drei Sitzen. (sda/dwa)

Hier geht es zu allen Resultaten aus den Ausserrhoder Gemeinden

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