Parkierungskonzept in Arbeit

Der Gemeinderat Herisau hat einen Beitrag von 80 000 Franken für das Erstellen eines Parkierungskonzepts gesprochen. Die Bevölkerung kann sich an der Ausarbeitung beteiligen. Ein «Parkleitsystem light» wird geprüft.

Ruth Frischknecht
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Der Gemeinderat Herisau hat ein Parkierungskonzept in Auftrag gegeben. Geprüft werden soll darin unter anderem die Einführung eines «Parkleitsystems light». (Bild: ruf)

Der Gemeinderat Herisau hat ein Parkierungskonzept in Auftrag gegeben. Geprüft werden soll darin unter anderem die Einführung eines «Parkleitsystems light». (Bild: ruf)

HERISAU. Der Gemeinderat Herisau hat ein Parkierungskonzept in Auftrag gegeben. Dafür hat er eine Ausgabe von 80 000 Franken aus dem Budget für die Parkplatzbewirtschaftung bewilligt. Das beauftragte Verkehrsplanungsbüro soll die jetzigen und künftigen Bedürfnisse analysieren und geeignete Massnahmen erarbeiten. Nicht zuletzt sollen Fragen zu Bewirtschaftung und Kosten geklärt werden.

Bevölkerung einbeziehen

Nicht nur das Verkehrsplanungsbüro soll bei der Entwicklung des Parkierungskonzepts mitwirken, auch die Einwohnerinnen und Einwohner werden einbezogen. Um möglichst viele Ansprüche zu berücksichtigen, setzt die Gemeinde eine Arbeitsgruppe ein und führt zwei Workshops durch. Der erste findet im Oktober und der zweite im Januar statt. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern von Gemeinde, Kanton und Vereinen, soll einige Anliegen vertieft aufarbeiten und die Workshops vorbereiten. An den Workshops selbst sollen möglichst viele Leute aus verschiedenen Interessengruppen teilnehmen. «Vertreter von Grossverteilern sollen genauso zu Wort kommen, wie der Gewerbeverein, Behindertenorganisationen, die Stiftung Dorfbild, Anwohner oder interessierte Privatpersonen», sagt die zuständige Gemeinderätin Regula Ammann-Höhener. «Wir hoffen, mit diesem Vorgehen zu einer breit abgestützten Lösung zu kommen.»

«Parkleitsystem light»

Nebst der Erarbeitung von Massnahmen wird im Parkierungskonzept die Einführung eines «Parkleitsystem light» geprüft. Statt elektronisch und auf den Parkplatz genau, wie beispielsweise in St. Gallen, sollen die Parkplätze mit Tafeln deutlicher ausgeschildert werden. «Es wäre denkbar, auf den Parkplätzen Tafeln anzubringen, die auf weitere Parkmöglichkeiten in der Nähe aufmerksam machen und den Weg dorthin weisen», sagt Regula Ammann-Höhener. Die Einheimischen wüssten meistens, wo es Ausweichmöglichkeiten gebe. Deshalb richte sich das System an Leute die sich weniger gut auskennen.

Grundlage für Entwicklung

Das gesamte Parkierungskonzept soll im Frühsommer der Öffentlichkeit vorgestellt werden. «Mit dem Konzept möchten wir eine Grundlage für die Entwicklung des Herisauer Dorfzentrums schaffen», sagt die Gemeinderätin. In der Diskussion um die Zentrumsentwicklung sei das Thema Parkplätze immer wieder aufgeworfen worden. Das Parkierungskonzept soll nun als Ausgangslage für künftige Projekte, etwa im Dorfzentrum oder auf dem Bahnhofareal, dienen.