Parkgebühren zahlen per App: Herisau geht als erste Gemeinde im Kanton voran

Ab 2019 sollen die Parkgebühren ohne Bargeld bezahlt werden können. Dadurch werde die Parkzeit minutengenau abgerechnet, so Gemeinderat Glen Aggeler.

Roger Fuchs
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Beim bargeldlosen Zahlen braucht man ein Smartphone anstelle von Münzen. (Bild: Stadtpolizei St. Gallen)

Beim bargeldlosen Zahlen braucht man ein Smartphone anstelle von Münzen. (Bild: Stadtpolizei St. Gallen)

Sobald in Herisau via Smartphone die Parkgebühr beglichen werden kann, braucht niemand mehr im Vorfeld zu überlegen, wie lange er oder sie den Wagen stehen lassen will. Ziel ist es, ein entsprechendes System ab 2019 in Betrieb zu nehmen.

Das bargeldlose Bezahlen der Parkgebühren wird über Apps möglich sein: über Parkingpay und über Twint. Vor der Erstnutzung muss man beispielsweise bei «Parkingpay» ein Nutzerkonto einrichten. Die Abrechnung erfolgt dann direkt über dieses Konto.

Private Anbieter sollen mitziehen

«Das System kommt den Automobilisten entgegen, weil einerseits keine Endparkzeit bestimmt werden muss und andererseits minutengenau die Parkzeit abgerechnet wird», ist Gemeinderat Glen Aggeler überzeugt. Herisau sei die erste Ausserrhoder Gemeinde, welche dieses System einführe.

Die privaten Anbieter von Parkplätzen werden gebeten, mitzuziehen. Eine Ausnahme bildet der Sportzentrum-Parkplatz: Hier soll die Umstellung aus Kostengründen erst erfolgen, wenn die Schrankenanlage und der Server ihre Lebensdauer erreicht haben und ersetzt werden müssen.

Die Kosten zur Einführung von Parkingpay betragen rund 3 500 Franken für das Setup des Parkingportals, die Instruktion und die Beschriftung der Parkuhren.