Palmenstrand mitten in Wattwil

Damals

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Vor 100 Jahren

30. Mai: Kirchberg. Vor 5 Wochen noch Futternot an allen Ecken und Enden, anstatt Gras jeden Morgen Neuschnee – und dieser Tage schon hat man an einigen Orten in unserer Gemeinde, so in Rupperswil und Wittwil, mit der Heuernte begonnen. Das Wetter ist aber auch gar zu verlockend. In nächster Zeit wird in Kirchberg eine grössere Anzahl erholungsbedürftiger Kinder aus Deutschland eintreffen.

30. Mai: Alpstein. Am Sonntag und Montag wurde das Alpsteingebiet von zahlreichen Touristen besucht. Leider wurde einer von ihnen, ein Bundesbahnangestellter aus Romanshorn, von einem plötzlichen Tod ereilt. Nicht einem Unfall, sondern einem infolge von Überanstrengung zugezogenen Herzschlag, der ihn unterhalb des Schäflergipfels, in der sogenannten Klus, traf, ist der 45-jährige Mann zum Opfer ge-fallen.

Vor 50 Jahren

26. Mai: Aus dem mittleren Toggenburg. Leider fehlen in letzter Zeit auch da und dort in toggenburgischen, kleinen Landgemeinden die Seelsorger. Sollte man nicht prüfen, ob es möglich wäre, zum Beispiel zwei kleinere Kirchgemeinde mit oft nicht mehr als je 500 bis 1000 Seelen einem Pfarrer zur Betreuung anzuvertrauen? Die Distanzen mit den heutigen Verkehrsmitteln sind ja leicht zu überbrücken. Die vermehrte Inanspruchnahme durch Unterrichtsstunden usw. könnte durch bessere Bezahlung anerkannt werden. Die Fragen des Wohnsitzes des Pfarrers, der gerechten Verteilung der Kosten sowie der Steuereingänge liessen sich mit gutem Willen bestimmt korrekt regeln. Eine solche Vereinbarung oder Zusammenlegung hätte zur Folge, dass sich eher Pfarrherren melden, die eine volle Aufgabe, nicht nur eine halbe, mit besserer Salarierung gerne übernehmen würden. Sie sind ja ohnedies in kleinen Landgemeinden, unter Berücksichtigung des langen Studiums und verglichen mit anderen Berufen, nur bescheiden bezahlt. Nebenbei ist bestimmt zu erwarten, dass bei einem solchen Zusammengehen von zwei Kirchgemeinden der Steuerbedarf reduziert werden kann. Diese Ausführungen eines Laien haben nur den Sinn einer Anregung. So darf man hoffen, dass einige Kirchgemeinden, die von Zeit zu Zeit mühsam ihre Seelsorger suchen müssen, sich mit den geäusserten Gedanken befassen?

Vor 20 Jahren

29. Mai: Wattwil. Palmen, Sand, Strand, Liegestühle und einen kühlen Drink gibt es nicht nur in südlichen Ländern. Das Café Abderhalden hat mit mehr als acht Tonnen Sand einen Strand mitten im Dorf eingerichtet. Das Gefühl auf Sand zu laufen löst Urlaubsgefühle aus. Sich in einen bequemen Liegestuhl unter Palmen zu legen und einen kühlen Drink zu geniessen ist das höchste der Gefühle. Was früher dem Sommerurlaub im Süden vorenthalten war, ist jetzt auch in Wattwil möglich. Das Team des Café Abderhalden hat mit mehr als acht Tonnen feinem Quarzsand im Garten ein gemütliches Gartenrestaurant geschaffen. Mit Palmen, bequemen Liegestühlen, einer speziellen Sommer-Karte wird die Urlaubsstimmung zusätzlich unterstützt. Zu hoffen bleibt, dass sich der Sommer in diesem Jahr von seiner schönsten Seite zeigt, damit die Gäste die tolle Strandanlage auch wirklich benützen können. Ein Besuch lohnt sich.

Vor 10 Jahren

29. Mai: Wiesen/Mosnang. Paul Meile wohnt bald im selben Zimmer, wo er selbst die Schulbank drückte. Auch die anderen beiden Wohnungen im umgebauten Schulhaus sind bereits vermietet. Seit drei Jahren gehen die Wiesener Kinder nach Dreien in die Primarschule. Wegen der sinkenden Schülerzahlen musste das Schulhaus Wiesen geschlossen werden. Die anschliessend gegründete Genossenschaft Pro Wiesen sammelte daraufhin Geld, bekam das Gebäude unentgeltlich von der Primarschulgemeinde Mosnang und sanierte das Gebäude. Die initiativen Wiesener um den umtriebigen Käser und Kantonsrat Heinz Güntensperger präsentierten das Resultat: Zwei helle, elegant eingerichtete Wohnungen, der renovierte Begegnungsraum und die erneuerten WC-Anlagen für öffentliche Anlässe. Denn das Schulhaus soll weiterhin als Gemeinschaftszentrum dienen, für Vereine, Versammlungen, Feste und Messen.

30. Mai: Wattwil. Vor elf Monaten eröffnete das Tedi-Zentrum Toggenburg. Es verfolgt das Ziel, jungen Unternehmern auf dem Weg in die Selbstständigkeit beratend zur Seite zu stehen. Olivier Kofler und Stefan Brunner sind solche Unternehmer, die von den Tedi-Dienstleistungen profitieren. Den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit haben der 22-jährige Olivier Kofler aus Schmerikon und der 21-jährige Stefan Brunner aus Wattwil vor einem Jahr gewagt und die iBROWs Web Communications GmbH gegründet. Kofler und Brunner sind diesen Schritt in die Selbstständigkeit nicht blauäugig gegangen, sondern im Wissen, dass sie dadurch die finanzielle Sicherheit als Angestellte mit einem gesicherten Monatseinkommen aufgeben. Ein Auftrag garantiert ein halbes Jahr Arbeit.

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