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Kommentar

Pächter haben sich durch eigenes Handeln das Leben erschwert

Die Pächterfamilie Knechtle gibt nach 31 Jahren das Berggasthaus Aescher auf. Die Gästezahl stieg stark an, während dringend notwendige Investitionen ausblieben.
Roger Fuchs
Roger Fuchs, Leiter Redaktion Appenzeller Zeitung.

Roger Fuchs, Leiter Redaktion Appenzeller Zeitung.

Der Abgang des Pächterpaars im Berggasthaus Aescher ist nicht mit einem gewöhnlichen Wirtewechsel vergleichbar. Schliesslich wurde dieser Platz vom «National Geographic» einst zum «schönsten Ort der Welt» gekürt und Grössen wie Tennisprofi Roger Federer oder Hollywoodstar Asthon Kutcher waren schon zu Besuch. Da kann die dünne Medienmitteilung der Innerrhoder Ratskanzlei nicht befriedigen. Erst eine separates Mail der Pächter macht klar: Sie fühlen sich als Opfer des Erfolgs. Ohne Verbesserungen bei der Infrastruktur wollen sie nicht weitermachen. Auflagen jedoch verzögern solche Investitionen.

Was nicht steht: Wohl auch durch eigenes Handeln hat es sich die Pächterfamilie nicht einfach gemacht. Zwei Franken für eine zusätzliche Gabel zu verlangen, steht quer zur Tourismusfreundlichkeit. Die Aufhebung des Massenlagers sorgte ebenso für Kritik - zumal dies vor dem Hintergrund geschah, nach langen Arbeitstagen mehr Ruhe haben zu wollen.

Die Erkenntnis: Wer im «Aescher» wirten will, steht im Fokus der Öffentlichkeit und muss mit wenig Privatleben auskommen. Für eine Familie mit Kleinkindern scheint der Job also kaum geeignet. Dennoch hätte vor vier Jahren, als der heutige Pächter mit seiner Familie die Arbeit seiner Eltern weiter führte, niemand gedacht, dass nach so kurzer Zeit wieder Schluss ist.

Dieser Abgang gibt auch anderweitig zu denken. Wenn Gäste nach einem Besuch im «Aescher» in den sozialen Medien kritisieren, man habe keinen Sitzplatz gefunden, ist dies ungerecht. Der «Aescher» ist und bleibt eine Bergbeiz mit begrenztem Platz. Vom Besuch abhalten müsste man eigentlich all jene, die im «Aescher» eine Seepromenade sehen, auf welcher man mit Badelatschen gehen kann. Würden diese Gäste künftig ausbleiben, wäre der Druck auf die lokale Infrastruktur bereits einiges geringer.

Auf Facebook mitdiskutieren: Hat es zu viele Touristen im Alpstein?

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