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OSTERN: Das frühere Osterbrauchtum

In früheren Jahren gehörte der von der Schuljugend sehnlichst erwartete Ostermontag zu den wichtigsten Feiertagen.
«Selig sind, die reines Herzens sind …» – prachtvolle Osterschrift aus dem Jahre 1795. (Bild: PE)

«Selig sind, die reines Herzens sind …» – prachtvolle Osterschrift aus dem Jahre 1795. (Bild: PE)

Ostern war früher eine grosse Zäsur im Leben der Kinder und Jugendlichen. Das Schuljahr war vorbei, es standen die Frühlingsferien bevor. Anschliessend folgte der Übertritt in eine neue Klasse, oft verbunden mit dem Besuch eines anderen Schulhauses, mit einem neuen Lehrer. Für Schulabgänger wiederum begann der Ernst des Lebens, hatten sie doch eine Berufslehre, eine Arbeitsstelle oder den Unterricht in einer weiterführenden Schule anzutreten.

«Markanter Schlusspunkt des Schuljahres war die Ostermontagsfeier», schreibt Lehrer H.R. Ganz, Heiden, in der Publikation «Appenzellerland» für das Jahr 1947. «An Eltern, Verwandten und Neugierigen vorbei marschierte die neu eingekleidete Schuljugend mit ihren Lehrern geordnet durchs Dorf bis zur Kirche. Begleitet wurde der Umzug von der Dorfmusik und vom Läuten der Glocken. Zum Programm der Feier in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche gehörten jeweils die Ansprache des Pfarrers sowie die Lieder und Gedichte der Kinder.»

Schreiben mit dem Gänsekiel

Ganz erinnert aber auch an die Tradition der Osterschriften. «Als man in den Schulen noch mit Gänsekielen schrieb, gestalteten sich die letzten Wochen vor Ostern zu einer eigentlichen Abschlussprüfung. Mit grossem Fleiss wurden Probeschriften angefertigt. Die Schüler schrieben in der damals gebräuchlichen Frakturschrift einen Vers aus der Bibel oder dem Gesangbuch ab. Am Schluss erfolgte dann die Wiedergabe des grossen und kleinen Alphabets und der jeweiligen Zahlen.»

Peter Eggenberger

redaktion@appenzellerzeitung.ch

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