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OSTERHASEN: Kreativität ist das Erfolgsrezept

Der Schokoladenosterhase ist das süsse Symbol des Osterfestes. Confiseure aus der Region erklären, was einen guten Osterhasen ausmacht und wie sie sich gegen die Grossverteiler behaupten.
Rino Hosennen
Das Schminken erfordert Fingerspitzengefühl.

Das Schminken erfordert Fingerspitzengefühl.

Rino Hosennen

rino.hosennen@toggenburgmedien.ch

«Ostern ist neben Weihnachten das wichtigste Geschäft des Jahres», sagt Pius Diggelmann von der Confiserie Diggelmann in Wattwil. «Für einen guten Osterhasen ist die Qualität der Kuvertüre entscheidend.» Ein hoher Kakaobutteranteil in ihrer Zusammensetzung verleihe der Schokolade den zartschmelzenden Geschmack und den Knack beim Reinbeissen. Die Frische des Produkts habe gleichfalls Einfluss auf die geschmackliche Qualität. Seine Hasen seien höchstens wenige Wochen alt und darum sehr frisch, während bei Grossverteilern die Produktion schon im Herbst anlaufe. Für ein lebhaftes Erscheinen des Hasen sorgt das Schminken. «Dabei wird dem Schokoladenhasen mit viel Fingerspitzengefühl ein lebendiges Gesicht und Konturen gezeichnet, sowie Accessoires und andere Details hervorgehoben», sagt Diggelmann. Dieser Arbeitsschritt vor dem eigentlichen Schokoladengiessen sei der zeitaufwendigste. Ein Aufwand, der sich lohne. «Ein ansprechendes Aussehen springt dem Kunden ins Auge.»

Milchschokolade ist am beliebtesten

«Das Auge isst mit», findet auch Roger Wichser, Chef Bäcker-Konditor des Thurbecks in Wattwil. Er bezieht das Sprichwort nicht nur auf die Schminke, sondern legt auch grossen Wert auf die Verzierung der Osterhasen, die mit Halsschleife, einem Glöckchen oder Namenschild geschmückt sind, und deren Präsentation in schönen Geschenksverpackungen. «Die Käuferschaft bevorzugt die klassischen Sorten aus Milchschokolade», erklärt Wichser weiter. «Von den rund 1000 hergestellten Osterhasen sind drei Viertel aus brauner Schokolade gegossen.» Trotzdem finden sich im Sortiment auch Hasen aus dunkler, weisser und sogar Caramel-Schokolade. «Da wir aber sehr kundennah sind und alle Hasen von Hand fertigen, können wir individuell und offen auf Ideen und Wünsche der Kunden eingehen», sagt Wichser. Mit schönen Osterhasen könne sich eine Confiserie durchaus profilieren und Werbung für das eigene Schokoladenangebot machen. Im Gegensatz zu den anderen befragten Confiserien, die auf den berühmten Schweizer Schokoladenhersteller Lindt zurückgreifen, setzt er auf die Kuvertüren der Schweizer Gourmetschokolade Carma. «Ich habe lange mit Lindt-Kuvertüre gearbeitet, aber vor einem Jahr nach einer Blinddegustation zu Carma gewechselt.»

Aufwendige und zugleich befriedigende Arbeit

In der Bäckerei-Konditorei-Café Ziehler in Stein herrscht zur Osterzeit Hochsaison. «Trotz der anspruchsvollen und aufwendigen Fertigung der handgemachten Langohren, ist es eine schöne Arbeit», sagt Philipp Ziehler. «Bei der Gestaltung der Hasen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.» Auch die Café-Konditorei Kunz in Ebnat-Kappel setzt erfolgreich auf vielfältige Hasenformen mit einer aufwendigen Handbemalung. Jeder Hase ist dadurch ein bisschen anders. «Nebst den Formenhasen haben wir jedes Jahr eine grosse Auswahl an Fantasiehasen», sagt Konditor und Confiseur Pascal Rebmann. Diese kreativen Schöpfungen werden nicht mit vorgegebenen Hasenformen gegossen, sondern frei mit eigenen Formen gestaltet. «Dabei können wir unserer Fantasie freien Lauf lassen und neben den stets beliebten traditionellen Produkten immer wieder neue Kreationen anbieten.»

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