Ortsgemeinde investiert in Gebäude

An der Rechnungsgemeinde der Ortsgemeinde Lichtensteig standen die Baukostenabrechnung des Bezirksgebäudes, ein Gutachten für diverse bauliche Massnahmen im Restaurant Köbelisberg sowie der Kauf eines Rückefahrzeugs für den Forstdienst auf der Traktandenliste.

Sabine Schmid
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Der Umbau des Bezirksgebäudes (im Bild Rolf Geiger, der den Toggenburger Gemeindepräsidenten die Stuckdecke und Wandmalereien zeigt) kostete mehr, als die Ortsbürger im Baukredit bewilligt hatten. (Bild: Sabine Schmid)

Der Umbau des Bezirksgebäudes (im Bild Rolf Geiger, der den Toggenburger Gemeindepräsidenten die Stuckdecke und Wandmalereien zeigt) kostete mehr, als die Ortsbürger im Baukredit bewilligt hatten. (Bild: Sabine Schmid)

Lichtensteig. Am 1. Juni 2009 wurden die Bezirksgerichte ins Kreisgericht Toggenburg mit Sitz im Bezirksgebäude Lichtensteig zusammengelegt. Um dies zu ermöglichen, waren bauliche Massnahmen nötig. Dafür haben die Ortsbürger, denn ihnen gehört das Gebäude, im November 2008 einen Baukredit von 110 000 Franken gesprochen. Mit Baukosten von fast 275 000 Franken wurde dieser Kredit massiv überzogen.

Höhere Mietzinseinnahmen

Edi Schiess, der Präsident des Bürgerrats der Ortsgemeinde Lichtensteig, schrieb im entsprechenden Gutachten zuhanden der Bürgerversammlung, dass die Ansprüche des Gerichts erst während der Umbauten bekannt wurden. Dazu seien immer wieder Ansprüche der Denkmalpflege gekommen. Weil der Zeitpunkt zwischen dem Entscheid für den Standort Lichtensteig des Gerichts und dem gewünschten Bezugstermin sehr knapp bemessen war, sei es nicht möglich gewesen, die Baukosten genau zu kalkulieren und einen Nachtragskredit bei den Bürgern einzuholen. Edi Schiess wies aber darauf hin, dass sich die Investition gelohnt habe. Denn die Mietzinseinnahmen sind seit dem Umbau wesentlich höher. «Wir sind uns bewusst, dass wir Verfahrensschritte nicht eingehalten haben. Hätten wir diese alle eingehalten, wäre sehr wahrscheinlich das Gericht nicht in Lichtensteig», schrieb Edi Schiess weiter. Die Diskussion zu dieser Bauabrechnung wurde nicht gewünscht, sie wurde einstimmig genehmigt.

Neue Fenster für Köbelisberg

Seit bald einem Jahr führt Peter Wohlgensinger die Bergwirtschaft Köbelisberg. Bei seinem Pachtantritt seien einige dringend nötige Reparaturen ausgeführt worden, erklärte Edi Schiess. Eine genaue Beurteilung habe dann ergeben, dass darüber hinaus verschiedene bauliche Verbesserungen notwendig seien. So braucht es neue Fenster, teilweise neue Bodenbeläge in der Wirtewohnung und das Restaurant soll umgestaltet werden. Darüber hinaus sind Arbeiten in der Dusche des Massenlagers und die Sanierung der Wasserfassung gemäss der Auflage des Gesundheitsdepartements nötig. Für alle diese baulichen Investitionen sprachen die Ortsbürger einen Kredit in der Höhe von 70 000 Franken. «Auch die Liegenschaft Schabegg ist sanierungsbedürftig», erklärte Edi Schiess. Noch würden die Abklärungen laufen, was zu tun sei, notdürftig werden als erstes das Dach und die Heizung geflickt.

Neues Fahrzeug für Forst

Nebst der Rechnung und dem Voranschlag für das Jahr 2011 stimmten die 34 anwesenden Bürgerinnen und Bürger dem Kauf eines ferngesteuerten Rückefahrzeuges zu. «Für die Holzernte, vor allem im steilen und unwegsamen Gelände, ist nebst dem Forstschlepper ein Rückegerät erforderlich», erklärte Edi Schiess. Ein solches hat die Ortsgemeinde seit dem Spätherbst im Einsatz. «Es hat sich gezeigt, dass diese Maschine das ideale Arbeitsgerät für die beiden Arbeitsgruppen des Forstbetriebs der Ortsgemeinde ist», führte Edi Schiess aus. Der Bürgerrat stellte darum den Antrag, dieses ferngesteuerte Gerät mit einem Transportanhänger für den Betrag von 120 000 Franken zu kaufen. Auch diesem Antrag folgten die Ortsbürger ohne Gegenstimme.

Bis zur nächsten Bürgerversammlung wird die Ortsgemeinde eine neue Geschäftsordnung ausarbeiten und Anpassungen in der Finanzordnung vornehmen. Diese werden dann der Bürgerschaft unterbreitet.

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