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Auf dem Friedhof Gais soll eine neue Abdankungshalle gebaut werden

Die Abdankungshalle auf dem Friedhof Gaiserau ist in die Jahre gekommen und genügt heutigen Ansprüchen nicht mehr. Am Sonntag wird über den Kredit in der Höhe von 600'000 Franken abgestimmt. Entstehen soll ein Ort des Abschieds für alle Konfessionen.
Mea Mc Ghee
In der neuen Abdankungshalle sollen Trauergemeinden aller Konfessionen Abschied nehmen können. (Bild: Visualisierung: PD)

In der neuen Abdankungshalle sollen Trauergemeinden aller Konfessionen Abschied nehmen können. (Bild: Visualisierung: PD)

Immer mehr Abdankungen und Abschiedsrituale werden auf dem Friedhof Gaiserau statt in den Kirchen im Dorf abgehalten. Die bestehenden Räumlichkeiten auf dem Friedhof aus dem Jahre 1968 genügen den Anforderungen nicht mehr. Sie seien zu klein, und es bestünden unter anderem Schäden an der Aussenhülle und die Toiletten seien in desolatem Zustand, so eine Mitteilung der Gemeindekanzlei.

Der Gemeinderat hat deshalb einen Betrag von 300'000 Franken für den Bau einer neuen Abdankungshalle in die Investitionsrechnung 2018 aufgenommen. «Bei der Planung zeigte sich, dass diese Summe nicht genügt», sagt Gemeindepräsident Ernst Koller. Die errechneten Projektkosten von 600'000 Franken machen eine Volksabstimmung nötig. Doch warum der ungewohnte Termin am 8. Juli? Da man das Projekt noch in diesem Jahr realisieren wolle, habe mit der Abstimmung nicht bis zum eidgenössischen Wahl- und Abstimmungssonntag im September zugewartet werden können, so Koller.

Vier Projekte wurden eingereicht

Bis am 9. April konnten vier eingeladene Planer aus Gais Projektstudien einreichen. Ein Beurteilungsgremium mit Vertretern der Gemeinde und der Kirchgemeinden prüften die Eingaben in einem zweistufigen Auswahlverfahren. Als Siegerprojekt ging «Ort des Abschieds» der Gaiser Firma Frehner Holzbau AG hervor. Es sei weltoffen und zukunftsgerichtet, so die Mitteilung. «Der geplante Bau ist optisch ansprechend und das Projekt überzeugt mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis», sagt Ernst Koller.

Vorgesehen ist ein schlichter Bau, der Trauergemeinden aller Konfessionen bei jeder Witterung eine würdige Abdankung erlaubt. Das behindertengerecht zugängliche Gebäude wird über 50 Sitz- und ebenso viele Stehplätze verfügen und auch Abschiedsfeiern im Aussenbereich werden möglich sein. Zur Infrastruktur gehören ein Aufbahrungsort mit gekühlten Katafalken, ein einfaches Heizsystem, eine Audioanlage mit Mikrofon sowie in einem separaten Bau eine WC-Anlage und ein Geräteraum mit Wasseranschluss.

Die neue Abdankungshalle wird mit Holz, Beton, Stahl und Glas im Rohzustand gestaltet, wobei die Tragstruktur aus einheimischem Massivholz besteht. Durch eine elliptische Laterne auf dem Dach gelangt Tageslicht in den Innenraum. Es flutet die betonierte Trennwand zum Katafalk, die symbolisch zwischen dem Diesseits und dem Jenseits steht.

Eröffnung im Dezember geplant

Bewilligt das Gaiser Stimmvolk den Kredit über 600'000 Franken, erfolgen die Baueingabe und die Ausschreibung. Voraussichtlicher Baubeginn ist Mitte August, im Dezember soll die neue Abdankungshalle fertig sein. Sie soll für die Hinterbliebenen ein würdiger Ort des Abschieds sein und sie in einer schwierigen Lebensphase unterstützen, so die Idee des Projekts.

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