Open Ear – das Idyllische

Leise plätschert der Necker, im Grünen genehmigt man sich ein Bier: Am 3. August geniesst man am Open-Ear-Festival im Neckertal Akustik und Rap gleichermassen.

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Das «Openear»-Festival in Brunnadern setzt auf unplugged und Gemütlichkeit in lauschiger Umgebung. (Bild: pd/Stefan Schöbi)

Das «Openear»-Festival in Brunnadern setzt auf unplugged und Gemütlichkeit in lauschiger Umgebung. (Bild: pd/Stefan Schöbi)

Werbefrei, in lauschiger Natur und dabei bestens an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Die Veranstalter des Open Ear in Brunnadern setzen auf die grundlegenden Werte eines musikalischen Festivals: auf Musik und nichts als Musik. Die Besucherinnen und Besucher sollen in der Wiese sitzen können und den Klängen lauschen, die Musiker ihrerseits sollen die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer haben, ohne störende Werbebanner von Sponsoren, ohne Krach und sich überschlagende Boxen. Denn das Open Ear setzt nämlich auf «unplugged» und Finanzierung aus fast ausschliesslich eigener Kraft.

Vor einem Jahr ins Leben gerufen, soll das Open Ear das Manko eines Freiluft-Musik-Anlasses im Neckertal decken. Zehn Jahre ist es schliesslich her, dass am Open Air Mogelsberg letztmals Konzerte geboten wurden. Und so fühlen sich auffallend viele Einheimische und Ausgewanderte angesprochen. Die Musikerinnen und Musiker, die auf den Bühnen «Trommelfell» und «Gehörgang» spielen, stammen aus der näheren Region. Die Vielfalt bietet für jeden etwas: BDC haben sich dem Hip-Hop verschrieben, Bright machen feinen Indie-Pop, Selectjah mischt Reggae mit Dub und Götz Widmann ist der «Godfather of Liedermaching» schlechthin.

Das Open Ear beginnt am Nachmittag, wenn es sich gemütlich unter dem Sonnenschirm oder den Weiden chillen lässt, während auf dem Pingpong-Tisch die Bälle hin und her springen oder jemand eine Abkühlung im Necker sucht – um Mitternacht ist Schluss. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, jeder ist willkommen. (ohu)

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