Open Air mit Support der Gemeinde

Für die Schlager-Open-Air-Ausgabe 2014 hat der Gemeinderat Wildhaus-Alt St. Johann einen finanziellen Beitrag zugesagt. Dieses Jahr schloss die erstmalig ausgetragene Veranstaltung jedoch trotz 6000 Besucherinnen und Besuchern mit einem Verlust ab.

Jesko Calderara
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WILDHAUS-ALT. ST. JOHANN. Am 4. und 5. Mai des kommenden Jahres soll Wildhaus erneut zum Treffpunkt der Volksmusik- und Schlagerfreunde werden. (siehe Ausgabe vom 10. Oktober) Die Organisatoren des Open Airs gaben diese Woche bekannt, 2014 eine zweite Auflage des musikalischen Events auf die Beine zu stellen. Dies, obschon die diesjährige Rechnung mit einem Verlust abschlossen hat.

Unterstützung für Open Air

Der Fehlbetrag wird aber entgegen anderslautenden Gerüchten nicht durch die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann getragen. «Wir haben uns heuer in keinerlei Hinsicht finanziell beteiligt oder gar eine Defizitgarantie übernommen», sagt Gemeindepräsident Rolf Züllig. Anders sieht dagegen der Fall für nächstes Jahr aus. Nach Gesprächen mit den Organisatoren und einer eingehenden Analyse hat der Gemeinderat einen Betrag gesprochen. Dieser bewege sich aber im üblichen Rahmen, versichert Rolf Züllig. «Unsere Unterstützung ist vergleichbar mit jener für das Country-Festival oder für die Klangwelt.» Der Gemeindepräsident betont zudem die touristische Wertschöpfung solcher Veranstaltungen. «Das Open Air brachte einige Gäste ins Obere Toggenburg und sorgte für volle Hotels.» Am ersten Juli-Wochenende fanden rund 6000 Besucher den Weg nach Wildhaus. Dennoch reichten die Zahlen nicht aus, um finanziell eine schwarze Null zu erreichen. Wie hoch das Loch in der Kasse tatsächlich ist, wollen die Veranstalter jedoch nicht preisgeben. «Wir haben rote Zahlen geschrieben», bestätigt Köbi Bleiker, Mediensprecher des Open Airs. Der Betrag sei jedoch bedeutend tiefer, als die kolportierten 50 000 bis 100 000 Franken. Laut Köbi Bleiker sind die beiden Organisatoren Toni Bühler und Bruno Forster persönlich dafür aufgekommen. «Sie haben die fehlenden Mittel je zur Hälfte privat beigesteuert.» Damit konnten alle Ausgaben beglichen werden, betont der Mediensprecher.

Toni Bühler erklärt Rücktritt

Bei der Open-Air-Ausgabe 2014 wird Toni Bühler nicht mehr mit an Bord sein. «Er hat aus persönlichen und geschäftlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt», erläutert Köbi Bleiker. Nebst dem eigenem Geschäft und der Familie noch die Zeit für die Vorbereitungen aufzubringen, sei nicht mehr machbar gewesen.

Nicht zuletzt die vielen positiven Rückmeldungen haben dagegen Bruno Forster zum Weitermachen bewogen. 2000 zusätzliche Eintritte wären hilfreich, sagt Köbi Bleiker. «Das Nordostschweizerische Jodlerfest hat heuer bestimmt einige Interessierte davon abgehalten, unsere Veranstaltung zu besuchen.»

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