OLYMPIAZWEITER
Der Appenzeller Marc Bischofberger nimmt in China Mass an der olympischen Strecke

Am Samstag findet das erste Weltcup-Rennen im Skicross statt. Auf der Piste, in der Mitte Februar 2022 um die olympischen Medaillen gefahren wird. Auch dabei in Zhangijakou ist der Appenzeller Marc Bischofberger, der 2018 in Südkorea die Silbermedaille gewann.

Daniel Good
Drucken
Teilen
Marc Bischofberger (links) startet zuversichtlich in die Olympiasaison.

Marc Bischofberger (links) startet zuversichtlich in die Olympiasaison.

Bild: Laurent Gillieron/KEYSTONE

Die besten Skicrosserinnen und Skicrosser der Welt betreten Neuland. Erst Chinesen rasten über die Olympiapiste im Skigebiet «Secret Garden». 2020 hätte zwar schon ein Weltcup auf der Olympiapiste stattfinden sollen. Und im vergangenen Winter wäre die WM in China anberaumt gewesen. Aber beide Rennen wurden ein Opfer der Pandemie.

Nun aber gilt es ernst. Auch für Bischofberger, der mit dem Schweizer Team am Sonntag Richtung China geflogen ist. Am Dienstag fand das erste Training statt. Am Samstag kommt es zum Wettkampf, der zugleich Generalprobe im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist.

Marc Bischofberger, 2018 einziger Medaillengewinner aus der Ostschweiz

Marc Bischofberger, 2018 einziger Medaillengewinner aus der Ostschweiz

Bild: PD

Wie schon die Bobfahrer vor einigen Wochen haben die Skicrosser im Olympiagebiet von 2022 wegen Corona sehr strenge Regeln zu befolgen. Bischofberger sagt: «Darauf haben wir ohnehin keinen Einfluss. Auf jeden Fall will ich schon im ersten Rennen auf meinem besten Niveau sein.» Noch Ende September war sich Bischofberger gar nicht sicher, ob es in China überhaupt zu Trainings und einem Rennen kommt.

Der Olympiazweite muss sich noch qualifizieren

Diese Woche ist für den 30-jährigen Bischofberger von grosser Bedeutung. Der Oberegger, 2018 in Südkorea der einzige Medaillengewinner aus der Ostschweiz, muss sich auf der neuen Olympiapiste ein gutes Gefühl verschaffen, um im Februar gerüstet sein. Aber es gilt für Bischofberger auch, am Samstag ein gutes Resultat zu ergattern. Denn qualifiziert ist er noch nicht für Olympia 2022. Vier Schweizer Männer dürfen Mitte Februar starten.

Der Weltcup-Zweite aus Gams fehlt

Der verletzte Jonas Lenherr.

Der verletzte Jonas Lenherr.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Mit Jonas Lenherr stellt die Ostschweizer einen zweiten international starken Skicrosser. Der Werdenberger aus Gams beendete den Gesamt-Weltcup in der vergangenen Saison auf dem zweiten Platz. Der 32-jährige Lenherr erlitt aber in der Vorbereitung einen Anriss des Kreuzbandes im linken Knie und kann einstweilen nicht starten.

Nach dem Abstecher nach China geht es am 10. Dezember im Val Thorens in Frankreich weiter, wo Bischofberger 2015 sein erstes Weltcup-Rennen gewonnen hat. Mitte Dezember gastieren die Skicrosserinnen und Skicrosser in Arosa. Insgesamt stehen nach heutigem Stand 14 Weltcuprennen mit dem Final in Veysonnaz im Wallis auf dem Programm.

Aktuelle Nachrichten