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Ohne Urnengang gewählt

Der neue Kirchberger Gemeindepräsident heisst Roman Habrik. Obwohl er im ersten Wahlgang das absolute Mehr verpasst hat, kommt es zu keinem zweiten Wahlsonntag. Es fehlte an Gegenkandidaten.
Simon Dudle
Roman Habrik (rechts) hat als Einziger eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang um das Gemeindepräsidium bei Ratsschreiber Magnus Brändle eingereicht. (Bild: Simon Dudle)

Roman Habrik (rechts) hat als Einziger eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang um das Gemeindepräsidium bei Ratsschreiber Magnus Brändle eingereicht. (Bild: Simon Dudle)

«Es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl. Ein Wunsch von mir geht in Erfüllung.» Dies sagte Roman Habrik gestern Nachmittag, wenige Augenblicke nachdem seine Ernennung zum Gemeindepräsidenten um 16 Uhr amtlich geworden war. Es kommt zu keinem zweiten Wahlgang, weil Habriks Kandidatur, die er gestern Morgen offiziell einreichte, die einzige geblieben ist. So wurde er mittels stiller Wahl zum Gemeindeoberhaupt ernannt.

Dies hatte sich auch darum abgezeichnet, weil Habrik einen besonders aktiven Wahlkampf geführt hatte. Gleich drei Flyer von ihm landeten in allen Haushalten, 250 Personen wurden mit handgezeichneten Briefen bedient. Obwohl der gebürtige Zuzwiler erst vor drei Jahren aus Wil zugezogen ist, machte der ehemalige Stadtparlamentarier deutlich das Rennen. «Die Leute haben gespürt, dass ich das Amt unbedingt will. Ich denke, kompetent rübergekommen zu sein», sagte Habrik. Seine Anstellung als Abteilungsleiter bei der Firma Bühler in Uzwil wird er nur noch dieses Jahr ausführen, da das Präsidentenamt in Kirchberg ein 100-Prozent-Job ist.

FDP hat neu die Mehrheit im Gemeinderat

Gepunktet hat der dreifache Familienvater scheinbar auch mit dem Wahlslogan «Ein Gemeindepräsident für alle». Ein Vorhaben, das sich allerdings nicht immer wird umsetzen lassen. «Für jeden Einzelnen geht das natürlich nicht, aber für eine grosse Mehrheit. Ich bin jemand, der zuhören kann und integrierend wirkt», sagte Habrik.

Die Wahl hat auch zur Folge, dass Kirchberg nach vielen Jahren keine CVP-Hochburg mehr ist. Die Mehrheit im neunköpfigen Gemeinderat hat ab Neujahr die FDP, welche fünf Sitze belegen wird. Der Freisinn stellt zudem Gemeinde- und Schulpräsident. «Das freut mich besonders, weil es nicht nur eine kurzfristige Entwicklung ist. Vor 15 Jahren war noch ein einziger Gemeinderat von uns», sagte Simon Seelhofer, Ortsparteipräsident der Kirchberger FDP. Er geht allerdings davon aus, dass die neue Konstellation auch ein Stück weit dem Zufall geschuldet ist, da Schulpräsident Orlando Simeon (FDP) in der neuen Einheitsgemeinde von Amtes wegen ein Sitz im Gemeinderat zusteht.

Platzmangel bei den Schulen bekämpfen

Weniger Freude hat man bei der CVP. Präsident Thomas Feller sagt: «In vier oder acht Jahren kann es wieder anders aussehen. Am Ende geht es um die Sache. Wir gratulieren Roman Habrik zur Wahl und hoffen, dass er die Herausforderung packt.» Zu tun gibt es vor allem bei den Schulen, wo dem Platzmangel begegnet werden muss.

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