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Mehr Zugverbindungen und optimierte Umsteigezeiten: Der neue Fahrplan für das Appenzellerland

Mehr Verbindungen zwischen St.Gallen und Teufen während den Hauptverkehrszeiten, neues Rollmaterial auf den Schienen und eine nahtlose Verbindung von Herisau nach Konstanz. Der ab dem 9. Dezember geltende Fahrplan bringt diverse Veränderungen für das Appenzellerland. Bis zum 17. Juni kann sich die Bevölkerung zum Fahrplanentwurf äussern.
Martin Schneider
Altes verschwindet, Neues hält Einzug: Bei den Appenzeller Bahnen bedeutet dies nicht nur ein geänderter Fahrplan ab dem 9. Dezember, sondern auch der Einsatz von neuem Rollmaterial. (Bild: Martin Schneider)

Altes verschwindet, Neues hält Einzug: Bei den Appenzeller Bahnen bedeutet dies nicht nur ein geänderter Fahrplan ab dem 9. Dezember, sondern auch der Einsatz von neuem Rollmaterial. (Bild: Martin Schneider)

Ab dem 9. Dezember rücken Herisau und Konstanz ein Stück näher, zumindest was die Fahrzeit mit dem öffentlichen Verkehr betrifft. Mit der Einführung des neuen Fahrplanes wird der Schnellzug, der seit 2016 St. Gallen und Konstanz verbindet, bis nach Herisau verlängert. Konstanz wird damit ab Herisau innerhalb von 45 Minuten und ohne Umsteigen zu erreichen sein. Es ist eine von diversen Änderungen, welche das Netz des öffentlichen Verkehrs im Appenzellerland betreffen.

Ohne Umsteigen von Trogen nach Appenzell

Grosse Anpassungen erfährt das Angebot der Appenzeller Bahnen – wobei diese sowohl aus Optimierungen im Fahrplan sowie aus neuem Rollmaterial und neuer Infrastruktur bestehen. Durch die Eröffnung des Ruckhaldetunnels und der damit verbundenen Aufhebung des letzten Zahnstangenabschnittes verkehren die Züge künftig durchgehend von Trogen über St. Gallen nach Appenzell, ohne dass Fahrgäste, wie bis anhin, in St. Gallen umsteigen müssen. Der bereits zwischen Trogen und St. Gallen während der Hauptverkehrszeiten und an den Arbeitstagen bestehender Viertelstundentakt soll ab Mitte Februar 2019, also etwas nach der Einführung des neuen Fahrplanes, zudem auf die Strecke zwischen St. Gallen und Teufen ausgeweitet werden. Gemäss Oliver Engler, Leiter der ÖV-Fachstelle beim Departement Bau und Volkswirtschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden, könnte der Viertelstundentakt in Zukunft sowohl zeitlich wie auch streckenmässig noch mehr ausgeweitet werden. «Wir werden sehen, wie sich die Frequenzen auf den Strecken mit Viertelstundentakt entwickeln werden. Davon abhängig entscheiden wir dann, ob das Angebot des Viertelstundentaktes in den folgenden Jahren noch weiter ausgebaut wird», so Engler.

In Gossau werden sich mit der Einführung des neuen Fahrplanes auch die Umsteigezeiten zwischen den SBB-Fernverkehrszügen und den Zügen der Appenzeller Bahnen verkürzen. Für Reisende, welche von den SBB auf die Appenzeller Bahnen wechseln, betragen die Umsteigezeiten anstatt wie bisher elf noch sieben Minuten. In umgekehrter Reiserichtung verkürzt sich die Wartezeit von 13 auf neun Minuten.

Eine weitere Änderung auf dem Streckennetz der Appenzeller Bahnen betrifft die Strecke Rorschach-Hafen bis Heiden. Zur Verbesserung der Anschlüsse in Rorschach und zur Sicherung der Anschlüsse in Heiden an verschiedene Postautolinien wir der Takt der Züge um 30 Minuten gedreht. Folglich fahren die Züge statt wie bisher jeweils 3 Minuten nach einer vollen Stunde neu jeweils zur Stundenhälfte ab Heiden. Die Einführung des Fahrplanes 2019 geht bei den Appenzeller Bahnen zudem einher mit der Einführung von neuem Rollmaterial auf den Linien Trogen–St. Gallen–Appenzell sowie Gossau–Appenzell–Wasserauen.

Bevölkerung kann sich zum Fahrplan äussern

Mit Blick auf die Busse kommt, ein Grossteil der Veränderungen auf das Appenzeller Vorderland zu liegen. «In Bezug auf das neue Buskonzept im Appenzeller Vorderland achteten wir vor allem darauf, dass die Anschlüsse auf das übergeordnete Bahnnetz verbessert oder neue Anschlüsse hergestellt werden können», sagt Oliver Engler. So sollten zukünftig etwa in Heerbrugg die Anschlüsse der Linie 226 von Heiden her auf den Interregio von und nach Chur besser gewährleistet sein. Ein weiteres Anliegen war gemäss Engler, die Schulgemeinden bei der Planung des neuen Fahrplanes möglichst stark miteinzubeziehen. Die Idee dahinter ist, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst den öffentlichen Verkehr auf dem Weg zur Schule benutzen und zusätzliche Schulbusfahrten vermieden werden können. So veränderten sich auch die Fahrtzeiten der Postauto-Schülerbusse nach Trogen (siehe Nachgefragt unten). Der Fahrplan 2019 ist vorläufig noch ein Entwurf. Im Rahmen der nationalen Fahrplanvernehmlassung kann die Bevölkerung bis am 17. Juni Stellung beziehen und Änderungsvorschläge anbringen. Zumindest in der Theorie sind solche Änderungen noch möglich. Oliver Engler sagt aber auch: «Im Minutenbereich oder bei einzelnen Kursen könnten Veränderungen noch vorgenommen werden. Grosse Anpassungen sind aber erst wieder auf das Fahrplan- und Bestellverfahren 2020/2021 realisierbar.»

Hinweis

Unter www.fahrplanentwurf.ch kann der Fahrplan 2019 eingesehen werden.

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