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Ohne Neubau droht die Schliessung des Spitals

Die erste Stunde am Infoabend gehörte den Ausführungen von Frau Statthalter Antonia Fässler, Bauherr Ruedi Ulmann, Säckelmeister Thomas Rechsteiner und Spitaldirektor Markus Bittmann. Letzterer schilderte heutiges Angebot und Struktur des Spitals, während Fässler gesundheitspolitische Überlegungen darlegte. Und sie nannte konkrete Zahlen: In den letzten zwei Jahren gab es im Schnitt 975 stationäre Fälle. Hinzu kamen rund 2650 ambulante Fälle in den Fachbereichen und rund 2500 ambulante Konsultationen bei den ergänzenden Dienstleistungen wie beispielsweise Radiologie oder Labor. 30 Prozent der akutmedizinischen Hospitalisationen von Innerrhodern finden im Spital Appenzell statt. Folglich bleiben, weil Kantone an jeden Spitalaufenthalt mitzahlen, 2,2 Millionen von 11,4 Millionen Franken an Steuermitteln im Kanton.

Wirtschaftlichkeit und Finanzierung des neuen Spitals sind gegeben, wie Säckelmeister Thomas Rechsteiner mit Verweis auf das Eigenkapital festhielt. Die Planerfolgsrechnung zeige sogar, dass ein kostendeckender Betrieb realistisch sei. Es braucht dazu aber Umsatzsteigerungen, die gemäss Rechsteiner allerdings bei einer höheren Spitalattraktivität für Ärzte und Patienten zu erreichen sind. Optimierte Prozesse würden überdies zu einer Reduktion des Personalaufwands führen. Mehrfach wies der Säckelmeister darauf hin, dass der Kanton auch Einnahmen generierte, schliesslich wäre das «AVZ+» Mieter und würde als solcher jährlich rund 1,4 Millionen Franken zahlen. Angesichts des geplanten degressiven Abschreibungsmodus wären in den ersten zwölf Jahren die Abschreibungen höher als die Mietzinseinnahmen.

Was bereits früher zu lesen war, machte Frau Statthalter am Schluss nochmals klar: Ohne Neubau folgt wohl innert weniger Monate der Beschluss für eine geordnete Schliessung des Spitals, weil auch mit Abgängen von Ärzten gerechnet werden muss. (rf)

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