Ohne Hektik das Toggenburg von oben geniessen

EBNAT-KAPPEL. Im Rahmen ihrer Suissemania lädt die Migros in der ganzen Schweiz zu Ballonfahrten ein. Auch während der Ballontage Toggenburg in Ebnat-Kappel stieg der rot-weiss-gestreifte Ballon in den Himmel. Mit von der Partie war der regional bekannte Schwinger Daniel Bösch.

Raffaela Arnold
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Trotz operiertem Arm: Daniel Bösch hilft beim Aufbau des Ballons kräftig mit. (Bilder: Raffaela Arnold)

Trotz operiertem Arm: Daniel Bösch hilft beim Aufbau des Ballons kräftig mit. (Bilder: Raffaela Arnold)

Schon früher habe er interessiert den Ballonen zugeschaut, die vor dem Bauernhof, auf dem er aufgewachsen ist, gelandet seien, sagt Daniel Bösch. Der aus Kirchberg stammende Schwinger wurde von der Migros eingeladen, an einer von zehn Ballonfahrten in der ganzen Schweiz teilzunehmen. Bei ihrer neusten Mania geht es darum, die Schweiz von oben, ihre Sehenswürdigkeiten und Bräuche kennenzulernen.

Von klein auf fasziniert

Daniel Bösch ist das erste Mal an den Ballontagen Toggenburg, hat aber schon davon gehört. Umso toller sei es, jetzt im Rahmen dieser Veranstaltung mit einem Ballon fahren zu können, sagt er. Für ihn ist es nicht die erste Ballonfahrt – weil es ihn schon von klein auf faszinierte, hatte er gerade vergangenen August eine Ballonfahrt gebucht. Da flog er aber über sein jetziges Zuhause, Zuzwil. «Es war spannend, alles aus einer anderen Perspektive zu erleben.» Beim Aufbau des Ballons hilft Daniel Bösch kräftig mit – trotz seiner Verletzung am Arm. Vergangenen Dienstag musste er am Ellbogen operiert werden, doch die Möglichkeit, wieder eine Ballonfahrt geniessen zu können, hätte er sich nicht entgehen lassen können. Wo andere Sportler keinen weiteren Sport ausführen dürfen wegen Verletzungsgefahr, ist für den Schwinger Ballonfahren erlaubt: «Schwinger sind Einzelkämpfer, sie sind nicht Teil eines Teams. Wenn sie sich verletzen, sind sie selber schuld.»

Die Natur bestimmt wohin

Trotz verhangenen Himmels darf der Ballon starten. Winde bestimmen, in welche Richtung der Ballon fährt. «Im Ballon fährt man dorthin, wo die Natur es will, das Ganze läuft ohne jegliche Hektik ab», sagt Daniel Bösch.

Von oben hat man den perfekten Ausblick über das Toggenburg. Was denn seine liebste Sehenswürdigkeit der Region sei? «Ganz klar die Schwägalp und der Säntis», antwortet der diesjährige Gewinner des Schwägalp Schwinget. Wenn er jemandem etwas Spezielles aus der Region zeigen müsste, dann dies.

In der Region bekannt

Die Landung des Ballons gestaltet sich schwierig: Da die Winde den Ballon nicht im Tal landen lassen wollen, kommt er schliesslich im Hang zu stehen. Bewohner des nahegelegenen Hauses helfen, den Korb mit dem bekannten Schwinger auf eine Fläche zu ziehen. Schon da sagt Daniel Bösch: «In der Region kennt man mich.» Tatsächlich erkennen Helfer ihn sofort und beginnen, mit ihm über das nächste Schwingfest zu reden. Der Schwinger selber kann an diesem Anlass aufgrund seiner Verletzung am Arm nicht teilnehmen.

Daniel Bösch Schwinger und Metzger

Daniel Bösch Schwinger und Metzger