Ohne Chance gegen Köniz

Im letzten Vorrundenspiel musste Volley Toggenburg beim Tabellenzweiten Volley Köniz eine 0:3-Niederlage einstecken. Die Ostschweizerinnen konnten im ganzen Spiel nicht mithalten.

Merken
Drucken
Teilen
Die Spielerinnen von Volley Toggenburg hatten gegen die Multikulti-Truppe von Volley Köniz in keinem der drei Sätze eine Chance. (Bild: Reinhard Kolb)

Die Spielerinnen von Volley Toggenburg hatten gegen die Multikulti-Truppe von Volley Köniz in keinem der drei Sätze eine Chance. (Bild: Reinhard Kolb)

VOLLEYBALL. Nach einer Durststrecke in den vergangenen zwei Jahren möchte Volley Köniz unbedingt den Abstand auf den Rivalen Voléro Zürich verkleinern und versucht den Meisterschaftsfavoriten in dieser Saison sogar zu bedrängen. Auf diesem Hintergrund hat man sehr grosse Anstrengungen unternommen: ein neuer brasilianischer Trainer wurde engagiert. Diverse neue Spielerinnen aus nicht weniger als sechs Nationen stehen bei Köniz aktuell unter Vertrag. Dabei zählen die Bernerinnen weiterhin auf die ukrainische Spielführerin Polyakova und die Deutsche Annika Schulz. Weiter spielen eine neue brasilianische Zuspielerin, zwei US-Amerikanerinnen und eine Argentinierin auf der Mittelblock-Position. Auf der Aussenposition kommen die Polin Kozon und die beiden Schweizer Nationalspielerinnen Schafflützel und Kühner zum Einsatz. Nach der Hälfte der Qualifikationsrunde hat sich das Team immer besser zusammengefunden und ist nach Voléro Zürich und Franches-Montagnes das am häufigsten genannte Team für einen Spitzenplatz in der diesjährigen Nationalliga A.

Toggenburg zu statisch

Volley Toggenburg konnte in diesem Auswärtsspiel seine Stärken nie ausspielen. In der Annahme wirkte man zu unsicher und spielte zu unpräzis gegen einen variabel aufschlagenden Gegner. Damit war das Ostschweizer-Spiel sehr einfach zu durchschauen. Immer wieder blieben die Toggenburgerinnen darum am gut gestellten Block von Volley Köniz hängen. Die brasilianische Zuspielerin Sebben machte auf Berner Seite das Spiel schnell und liess so den Toggenburger Block immer wieder ins Leere laufen. Die Ostschweizerinnen kamen so während der ganzen Spieldauer immer den vielzitierten Schritt zu spät. Die Könizer Profitruppe gab das Spieldiktat zu keiner Zeit aus der Hand und dominierte alle drei Sätze. Volley Toggenburg seinerseits machte in der Situation unter Dauerdruck ungewohnt viele Eigenfehler und konnte die Favoritinnen nie bedrängen. Eine klare 3:0-Auswärtsniederlage war die logische Folge in dieser Partie.

Zufrieden mit Vorrunde

Die jungen Aufsteigerinnen aus dem Toggenburg können auf eine erfolgreiche Vorrunde zurückblicken: Mit fünf Punkten aus acht Spielen, dem sensationellen Auswärtssieg gegen Sm'Aesch-Pfeffingen und dem klaren Sieg gegen Verfolger Biel im Direktkampf vom letzten Wochenende darf man sicher zufrieden sein. Das Team findet immer besser zusammen und eine klare Aufwärtstendenz trotz der Niederlage gegen Köniz ist ersichtlich. Die jungen Schweizer Spielerinnen machen von Spiel zu Spiel grosse Fortschritte.

Unter diesen Vorzeichen darf man gespannt auf die Rückrunde sein. Sechs Heimspiele darf Volley Toggenburg in der Rietsteinhalle in Wattwil austragen. Bereits am kommenden Samstag, 19. November, trifft man im Ostschweizer-Derby auf das klar höher eingestufte VC Kanti Schaffhausen. Das Spiel beginnt um 17.30 Uhr, die Spielerinnen freuen sich auf viele Fans, die Volley Toggenburg in diesem schwierigen Spiel unterstützen und anfeuern. Mit der Unterstützung des Publikums können sich die Einheimischen vielleicht für die klare Niederlage im ersten NLA-Spiel dieser Saison revanchieren. Im Vorfeld der NLA-Partie finden um 13 Uhr eine 2.-Liga Partie und um 15 Uhr das 1.-Liga-Spiel gegen VBC Aadorf 2 statt. (me)

Matchtelegramm Volley Köniz – Volley Toggenburg 3:0 (25:15, 25:16, 25:15) Spieldauer: 69 Minuten Für Volley Toggenburg spielten: Leslie Betz, Petra Brühwiler, Laura Caluori, Vera Caluori, Xiaohua Erni-Zhang, Lina König, Claudia Lehmann, Anja Lutz, Nina Lutz, Marina Schneider. Coach: Marcel Erni. Für Volley Köniz spielten: K. Marbach, M. Kühner, A. Polyakova, S. Schafflützel, A. Schulz, S. Moffett, I. Kozon, E. Sebben, M. Bertelli, D. Olowolafe, N. Flaviani, J. Kölle. Coach: Luiz Souza.