Offiziere üben «Basiswissen»

52 Offiziere von verschiedenen Feuerwehren aus beiden Appenzell trafen sich am Samstag in Haslen zu einem Weiterbildungskurs. Im Mittelpunkt stand ein neues Nachschlagewerk.

Vreni Peterer
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Kursteilnehmer an einem Übungsposten: Hier handelte es sich um ein Chemieereignis. (Bild: Vreni Peterer)

Kursteilnehmer an einem Übungsposten: Hier handelte es sich um ein Chemieereignis. (Bild: Vreni Peterer)

HASLEN. Im Mittelpunkt des Kurses stand das neue Reglement «Basiswissen». Ein Nachschlagewerk, das gesamtschweizerisch Gültigkeit hat. Das Reglement «Basiswissen» dient mit seinen 280 Seiten als Grundlage für die Ausbildung im ganzen Spektrum des Feuerwehrdienstes. Es ist ein wichtiges Grundlagendokument für den Ausbildner und für den auszubildenden Angehörigen der Feuerwehr (AdF).

Das tönt nun alles nach trockener Materie, aber das war es am Samstag keineswegs, wie Kursleiter Michael Schwinn (Kommandant der Feuerwehr Lutzenberg) erläuterte. Zwar gab es auch einen theoretischen Teil, das praxisbezogene Üben kam aber keineswegs zu kurz.

Praktisches Üben

Der Samstagnachmittag stand im Zeichen des praktischen Übens. Im Einsatz stand dabei unter anderem eine Wärmebildkamera. Aufgezeigt wurden der Umgang und die Einsatzmöglichkeit dieses Gerätes, mit dem zum Beispiel Glutnester bei Bränden eruiert und Personen gesucht werden können.

Am Weiterbildungskurs wurden im weiteren auf einem Einsatzparcours fünf unterschiedliche Ereignisse simuliert: ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo, eine Tierrettung, ein Arbeitsunfall, ein Chemieereignis und ein Brand mit einer Personenrettung. Die Offiziere mussten dabei innert kurzer Zeit die Situation beurteilen und den richtigen Entscheid für das taktische Vorgehen fällen.

Unter Zeitdruck gesetzt

Von der Kursleitung gewollt war, dass die Offiziere unter Zeitdruck gesetzt wurden. Man wollte möglichst realitätsnahe Situationen schaffen. «Wichtig ist es, dass die Offiziere im Basiswissen auf dem aktuellsten Stand sind», umschrieb Kursleiter Michael Schwinn das Tagesziel. Die 52 Offiziere – unter ihnen eine Frau – seien sehr motiviert und engagiert gewesen, lobte er die Teilnehmer. Auch langgediente Offiziere hätten sich Neuerungen gegenüber sehr offen gezeigt.

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