Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

OFFA: Ein Garten für alle Sinne

Zum hundertjährigen Bestehen hat sich der Ostschweizer Gärtnerverband einen Messeauftritt geschenkt. Gestaltet wurde die über 400 Quadratmeter grosse Sonderschau vom Appenzeller Thomas Gassner.
Karin Erni
Thomas Gassner aus Appenzell hat die Sonderausstellung an der diesjährigen Offa gestaltet. (Bild: Karin Erni)

Thomas Gassner aus Appenzell hat die Sonderausstellung an der diesjährigen Offa gestaltet. (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Unter den obligaten Bratwurstdunst und den omnipräsenten Pferdegeruch mischt sich an der diesjährigen Offa ein ganz besonderer Duft: Es riecht für einmal nach frischen Kräutern, würzigem Föhrenharz und feuchter Walderde. In der Halle 3.0 hat der Ostschweizer Gärtnerverband Jardin Suisse Ostschweiz anlässlich seines 100-jährigen Bestehens eine ganz besondere Gartenanlage aufgebaut. Auf 440 Quadrat­metern sind ein kleiner Föhrenwald mit frühlingshaftem Unterwuchs und ein Teich mit Wasserfall entstanden. «Wir wollen sämtliche Sinne der Besucher ansprechen», sagt Thomas Gassner. Der Appenzeller Gartenbauunternehmer hat die Sonderschau konzipiert und auch selber Hand daran angelegt. «Entstanden ist eine Oase für alle Sinne. Das Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken werden angesprochen.»

Ein Waldspaziergang an der Messe

In der Tat bietet die Ausstellung ein sinnliches Erlebnis. Die Besucherinnen und Besucher wandeln auf Kieswegen, die hörbar unter den Schuhsohlen knirschen. Es geht vorbei an meterhohen Föhren mit dichtem Unterwuchs aus Farn und Anemonen. Die Luft ist erfüllt vom Duft der Narzissen und von frischem Gras. «Die Idee war, den Rheinwald abzubilden, wie er sich in der Gegend von Landquart präsentiert», sagt Thomas Gassner. Dazu gehört Wasser als dominierendes Element. Ein Wasserfall stürzt sich über eine Sandsteinkaskade in ­einen kleinen See. Dahinter verbirgt sich eine geheimnisvolle Ecke, ein dunkler Gang mit Schlingpflanzen und Wurzeln, an dem vor allem die Kinder ihre Freude haben. «450 Tonnen Material haben wir hier verbaut», sagt Gassner. Vier Ostschweizer Gartenbaufirmen haben für die Gestaltung insgesamt gegen 1000 Mannstunden Arbeit in­vestiert. «Sie haben zu ausser­ordentlich günstigen Konditionen gearbeitet und auch viel Fronarbeit geleistet.» Einem ­Lernenden kann man beim Erstellen eines Gartenweges aus einheimischem Sandstein zuschauen. Auf neun Inseln werden insgesamt 7000 Pflanzen präsentiert. Den kulinarischen Aspekt des Gartens verkörpert Nasch­gemüse wie Cherrytomaten und verschiedene Kräuter. «Damit wollen wir den aktuellen Trend zum Urban Gardening abbilden», sagt Thomas Gassner. Zwar habe der ursprüngliche Plan nicht realisiert werden können, dass die Besucher Tomaten und andere Früchtchen direkt von den Pflanzen naschen können. «Die To­maten wurden leider nicht zeitgerecht reif.» Also erhalten die Besucher die Gemüse zum Degustieren auf Tellern vorgesetzt. Wer von den vielen Eindrücken der Frühlingsmesse müde ist, setzt sich auf die Bänke aus roher Eiche an einen der massiven Sandsteintische und lässt die ­farbenfrohe Szenerie auf sich ­wirken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.