Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ÖV-Konzept geht in Vernehmlassung

Der Regierungsrat schickt das «Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2018–2022» bis Mitte Dezember in die Vernehmlassung. Schwerpunkte bilden die Weiterentwicklung des ÖV-Angebots sowie dessen Finanzierung.
Modernere Züge sollen den Bahnreisenden deutlich mehr Komfort bringen. (Bild: PD)

Modernere Züge sollen den Bahnreisenden deutlich mehr Komfort bringen. (Bild: PD)

Grundlage für das neue «Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2018–2022» ist das Leitbild öffentlicher Verkehr 2011–2022. Dieses wurde vom Kantonsrat im Februar 2011 genehmigt. Darin seien sieben politische Leitsätze in den Bereichen Angebot, Qualität und Erfolgskontrolle skizziert, wie die Kantonskanzlei in einer Mitteilung schreibt.

Im vorliegenden Konzept wird als Erfolgskontrolle eingangs aufgezeigt, wie sich das regionale ÖV-Angebot in den letzten Jahren entwickelt hat. Den Konzeptschwerpunkt bilden dann die Weiterentwicklung des Angebots im Regionalverkehr in den Jahren 2018 bis 2022 und die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Finanzierung. So werden folgende Punkte den öffentlichen Verkehr im Kanton Appenzell Ausserrhoden in den Jahren ab 2018 prägen:

Die Modernisierung der Appenzeller Bahnen (AB) führt zu einem Erneuerungsschub für Appenzell Ausserrhoden. Mit der Durchmesserlinie Appenzell-St. Gallen-Trogen (DML) wird neu der Viertelstundentakt in den Hauptverkehrszeiten zwischen Trogen–St. Gallen–Teufen eingeführt. Grösstes Infrastrukturprojekt ist dabei der Bau des neuen Riethüslitunnels. Modernere Züge auf der DML und auf der Linie Gossau–Herisau–Wasserauen werden den Bahnreisenden deutlich mehr Komfort bringen.

Auf den Fahrplan 2019 wird zwischen Zürich und St. Gallen ein «Vierzugskonzept» eingeführt. Damit verkehren neu je zwei «langsame» und zwei «schnelle» Fernverkehrszüge, wobei ein schneller Zug nur zu den Hauptverkehrszeiten fährt. Reisende, die über Gossau ins Appenzellerland oder Richtung Zürich fahren, profitieren von kürzeren Umsteigezeiten in Gossau.

Im S-Bahn-Verkehr ist auf der Achse Herisau–St. Gallen auf den Fahrplanwechsel 2019 ein integraler Viertelstunden-Takt vorgesehen. Damit werden neu von Montag bis Sonntag halbstündliche optimale Anschlüsse in Herisau von der AB Richtung St. Gallen und umgekehrt angeboten.

Im Zuge der Veränderungen im Bahnverkehr werden auch die Buskonzepte überarbeitet und optimiert. Insbesondere im Appenzeller Vorderland kommt es zu grösseren Anpassungen im Raum Heiden. Eine Neukonzeption einiger Linien zeichnet sich ab, weil die definierten Kostendeckungsgrade auch künftig nicht erreicht werden können.

Grundlegend erneuert wird das Gebiet rund um den Bahnhof Herisau als wichtige Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs. So wird der Bahnhof umgebaut sowie ein neuer Bahnhofplatz mit behindertengerechtem Bushof erstellt.

Steigender Finanzierungsbedarf

Diese Neuerungen im regionalen öV führen in den nächsten Jahren zu einem steigenden Finanzierungsbedarf für den Kanton und die Ausserrhoder Gemeinden. Deshalb ist die paritätische Beteiligung des Bundes an den geplanten Ausbauten der DML sowie an den Investitionsfolgekosten der Infrastruktur- und Rollmaterialerneuerungen wichtig. Diese Beteiligung ist aber gefährdet, weil die aktuelle Planung des Bundes in den Jahren 2018 und 2019 von gleich bleibenden Mitteln wie 2017 ausgeht. Die Konferenz der kantonalen öV-Direktorinnen und Direktoren (KöV) setzt sich deshalb für eine Aufstockung der Bundesmittel ein. Damit die Finanzierung mittel- und langfristig sichergestellt ist, müssen aber auch die Transportunternehmen Teile dazu beitragen. So setzt Appenzell Ausserrhoden erstmals das Instrument der Zielvereinbarung ein. Damit werden Ziele im Bereich der Kosten, Erlös- und Qualitätsentwicklung festgelegt. Ausserdem überprüfen der Bund und die Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden, ob es für die Vorderländer Bahnen mittel- und langfristig alternative Betriebsformen gibt, die einen effizienteren Betrieb ermöglichen. (pd)

Bund, Nachbarkantone, Gemeinden, Verbände und Transportunternehmen können sich bis am 16. Dezember zum «Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2018–2022» äussern. Die Unterlagen sind auf www.ar.ch/vernehmlassungen abrufbar.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.