Öffnung Ziegelhüttenbach bachab schicken

Zur Abstimmungsvorlage in Lichtensteig

Walter Castelberg, Loretostrasse 66, 9620 Lichtensteig
Drucken
Teilen

In den 1960er-Jahren hatten die Lichtensteigerinnen und Lichtensteiger einem Projekt zugestimmt, den damals offenen Ziegelhüttenbach einzudolen. Mit den wahrscheinlich gleichen Argumenten wie heute, die Wohnbauförderung und Gemeinde­entwicklung voranzutreiben und damit das unnütze Tobel zuzuschütten. Heute sollen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für über 1,6 Millionen Franken Steuergelder die damalige Eindolung des Ziegelhüttenbaches mit den gleichen Argumenten wie dazumal wieder rückgängig machen. Zwischen den jetzigen Gebäuden und der Strasse wird es aber nach seiner Bauvollendung kein idyllisches Bächlein mit Vogelgezwitscher und Grillengezirpe sein, sondern ein kleines Rinnsal in einem überteuerten 50-Meter-Betonkanal in über zwei Meter Tiefe mit Kosten von 1,6 Millionen Franken. Ein begeisterter Zuspruch der betroffenen Liegenschaftseigentümer für dieses «naturnahe Biotop» ist nicht auszumachen , das Vorhaben grenzt eher an eine behördliche Zwängerei . Der Nutzen dieses Projektes «Bachöffnung Ziegelhüttenbach» steht in keinem Verhältnis zu den Kosten , wäre mit einem absolut unverhältnismässigen Aufwand verbunden und darum bachab zu schicken.

Walter Castelberg, Loretostrasse 66, 9620 Lichtensteig

Verschwendung von Steuerfranken

Als Bürger von Lichtensteig nehme ich zwar aus der Ferne, aber trotzdem mit zunehmendem Befremden Kenntnis von den plötzlich zahlreichen Investitionsgelüsten des Städtli-Gemeinderats. Während ich dem Kauf und der Umnutzung von UBS- und Postgebäude noch einige sinnvolle Seiten abgewinnen kann, ist die ebenfalls zur Diskussion stehende Öffnung des Ziegelhüttenbachs unter Verwendung von 1,6 Millionen Steuerfranken ein unverhältnismässiger Unsinn. Die Gemeinde Lichtensteig, welche vor dem Hintergrund rückläufiger Einnahmen um die Gunst von steuerzahlenden Neuzuzügern buhlt, sollte auch nach aussen zeigen, dass sie deren Steuerfranken massvoll und mit Bedacht zu verwenden weiss. Die Bachöffnung an der Uttenwilerstrasse ist in keiner Weise dringlich und gehört, auch aus Graubünden betrachtet, definitiv in die Kategorie Verschwendung.

Andreas Stump, Via Marchesa 2,

7013 Domat/Ems