OBERTOGGENBURG: Wirbel um Aktien der Bergbahnen Wildhaus

Im Toggenburg gehen die Wogen in Sachen Bergbahnen wieder einmal hoch. Es geht um ein überraschend publiziertes Inserat, in dem die Toggenburg Bergbahnen AG Namenaktien der Bergbahnen Wildhaus kaufen wollen.

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Die Wogen rund um die Bergbahnen im Toggenburg gehen wieder einmal hoch. (Bild: Archiv)

Die Wogen rund um die Bergbahnen im Toggenburg gehen wieder einmal hoch. (Bild: Archiv)

Die Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) wollen Namenaktien der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) kaufen. Die TBB streben dadurch die Aktienmehrheit der BBW an. Dies geht aus einem Inserat im "Toggenburger Tagblatt" hervor. Es wurde von der Verwaltungsratspräsidentin der TBB, Mélanie Eppenberger, in Auftrag gegeben und trägt den Titel «Rettung des gemeinsamen Skitickets im Obertoggenburg.»

Im Inserat werden die Aktionäre der BBW dazu aufgerufen, ihre Aktien zu einem Preis von 25 Franken pro Aktie an die TBB zu verkaufen. Alternativ können die BBW-Aktionäre für zehn BBW-Aktien eine TBB-Aktie erhalten. Das Angebot gilt nur, wenn verschiedene Bedingungen erfüllt sind, die ebenfalls im Inserat aufgelistet werden. Unter anderem müssen den TBB mindestens 51 Prozent der BBW-Aktien angeboten oder verkauft werden. Zudem muss der Verwaltungsrat der BBW der Aktienübertragung bedingungslos zustimmen. Die TBB ist gemäss Angaben im Inserat der Ansicht, dass der gebotene Preis den Wert der BBW widerspiegelt.

Urs Gantenbein, CEO der BBW, sagte auf Anfrage: «Der Verwaltungspräsident Jakob Rhyner ist nicht zu erreichen. Der Verwaltungsrat der Bergbahnen Wildhaus AG hatte keine Kenntnis, er hat es heute Abend via E-Mail vom ‹Toggenburger Tagblatt› erfahren.»

Mélanie Eppenberger, die Verwaltungsratspräsidentin der TBB, wollte gestern Abend keine Stellung zum Inhalt des Inserats nehmen.

Im Winter 2016/17 hat es ein gemeinsames Winterticket der beiden Anbieter gegeben. Mélanie Eppenberger hatte aber offen gelassen, ob dieser Verbund langfristig bestehe. (mkn/aru)