OBERTOGGENBURG: Wer mehr als 50 Hektaren Wald besitzt, muss planen

An der Generalversammlung der Forstbetrieb Obertoggenburg AG wurde der neue Betriebsplan verabschiedet. Dieser umfasst eine Beschreibung des Waldes, die Planung der waldbaulichen Eingriffe sowie Herleitungen bezüglich Nutzungspotenzial.

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Am Gründonnerstag trafen sich die Aktionäre der Forstbetrieb Obertoggenburg AG (FOAG) im Gasthaus Ochsen in Stein, um die 9. Generalversammlung abzuhalten. Diese wurde durch einen speziellen Programmpunkt ergänzt. Im Rahmen der GV wurde der neue Betriebsplan verabschiedet. Dieser ist das Planungsinstrument des einzelnen Waldeigentümers und gemäss kantonalem Waldgesetz haben alle Waldeigentümer mit mehr als 50 Hektaren Wald einen Plan zu erarbeiten.

Der Betriebsplan umfasst eine Beschreibung des Waldes, einer Planung der waldbaulichen Eingriffe sowie die Herleitung des Nutzungspotenzials. Die ökonomischen Auswirkungen der geplanten waldbaulichen Massnahmen werden in einer Finanzen- und Organisationsplanung festgehalten.

Betriebsplan ist ab sofort gültig

Der Betriebsplan der FOAG wurde in Zusammenarbeit mit Forstingenieur Daniel Trümpi ausgearbeitet. Viele Daten mussten zusammengetragen und Visionen ausgearbeitet werden. Der Plan wurde durch das Kantonsforstamt St. Gallen geprüft und genehmigt. Regionalförster Christof Gantner, Kantonsoberförster August Ammann sowie Toni Hässig, Vizepräsident des Waldrates der Waldregion Toggenburg, wohnten der GV bei und übergaben den Betriebsplan an die Waldeigentümer. August Ammann betonte, dass eine nachhaltige Planung wichtig sei, um den Wald für künftige Generationen zu erhalten. Er gratulierte der FOAG zum erfolgreichen Geschäftsgang und freute sich, dass das spezielle Konstrukt so gut funktioniert. Der Betriebsplan wurde von den Präsidenten und Aktuaren aller beteiligten Körperschaften sowie von den Kantonsvertretern unterschrieben und ist ab sofort gültig.

Der Verwaltungsrat der FOAG freut sich sehr, das wichtige Planungsinstrument nun in den Händen zu halten und damit arbeiten zu können. Der Präsident Willi Bösch bedankte sich anschliessend bei den Vertretern des Kantonsforstamtes für die Unterstützung und die stets erfreuliche Zusammenarbeit und schloss die GV und damit das Geschäftsjahr 2017 endgültig ab.

Die FOAG wurde 2009 aus einem Zusammenschluss der Ortsgemeinden Nesslau, Alt St. Johann und Wildhaus sowie der Kreisalpenkorporation Krummenau-Nesslau gegründet. Die vier Waldeigentümer haben der Aktiengesellschaft ihre Wälder zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung verpachtet. Die FOAG wirtschaftete in den vergangenen Jahren erfolgreich und konnte sich gut auf dem Markt positionieren. (pd/lim)