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OBERTOGGENBURG: Spielerisch den Rhythmus erspüren

Die Singknaben Toggenburg bereiten sich auf ihre Auftritte als Vorgruppe de Chaos Cappella der Hofkirche Luzern vor. Bei der Probe geht es diszipliniert, aber trotzdem spielerisch zu.
Adi Lippuner
Fröhliches Proben der Singknaben Toggenburg unter der Leitung von Matthias Ammann. (Bild: Adi Lippuner)

Fröhliches Proben der Singknaben Toggenburg unter der Leitung von Matthias Ammann. (Bild: Adi Lippuner)

Donnerstagnachmittag, 17 Uhr: Chorleiter Matthias Ammann und neun Knaben treffen sich zur Probe im Mehrzweckgebäude in Stein. Die singfreudigen Burschen im Alter von sieben bis zehn Jahren wurden von Eltern oder Angehörigen zum Probelokal gefahren und lassen sich gleich von den ersten Übungen begeistern. Es geht um das Taktgefühl, mit Beinen und Händen wird gestampft und geklatscht, dann kommen Töne dazu, das Wort «Miezekatze» dient als Taktgeber.

Doch damit nicht genug, Matthias Ammann lässt die Sänger im Kreis antreten, dann wird gezählt und immer im richtigen Moment muss der Ball abgegeben werden. Es ist ein spielerisches Herangehen an die grosse Aufgabe, denn die Singknaben Toggenburg dürfen, im Rahmen der «Johannes-Passion» von Heinrich Schütz, beim Konzert in Alt St. Johann als Vorgruppe auftreten. Um diese Herausforderung, so kurz nach der Gründung des Chors zu meistern, lässt sich Matthias Ammann einiges einfallen.

Tief einatmen und die Schultern runternehmen

Multitasking, was so viel bedeutet wie Mehrfachaufgaben bewältigen, wird in der Probe ebenfalls gefordert. Tief einatmen, die Schultern unten behalten, einen Ton anstimmen und diesen aushalten, ist eine der leichteren Übungen. Kommt noch die Aufforderung, lauter oder leiser zu singen dazu, wird es im ersten Moment schon schwieriger. Doch es ist spürbar, dass die neun Knaben mit grosser Freude bei der Sache sind, sie stimmen die Lieder auswendig an, singen gemäss den Vorgaben des Leiters und scheuen sich auch nicht vor einem Soloauftritt.

«Ihr werdet immer besser,» so die lobenden Worte von Matthias Ammann. Und dann geht’s Schlag auf Schlag: «S’Vreneli ab em Guggisberg,» ist eines der Lieder, die geprobt werden. Dann folgt «i ha ame Ort es Blüemli gseh», um nur zwei der Herausforderungen zu nennen. Auffallend: Der Chorleiter fordert die Sänger heraus, bringt sie dazu, harmonisch und in gleichmässiger Lautstärke zu singen und dies ganz ohne Tadel oder indem einzelne in die Schranken gewiesen werden müssen. «Gell, das isch ä cooli Prob gsi,» dies die Bemerkung eines Burschen kurz nach 18 Uhr.

Alle sind für den grossen Auftritt bereit

Ein Blick auf den Singgenuss, der an drei Daten im März geboten wird, zeigt, Freunde der «Johannes-Passion» kommen, im Rahmen des «Schütz-Zyklus», voll auf ihre Rechnung. Dank guter Beziehungen nach Luzern kann Matthias Ammann mit seinen Singknaben, der Chor wurde erst vor kurzer Zeit gegründet, in Alt St. Johann als Vorgruppe auftreten.

Zu hören ist das Konzert am Samstag, 24. März, 20 Uhr, in der Kirche St. Oswald in Zug, am Sonntag, 25. März, 17 Uhr, in der reformierten Kirche Alt St. Johann und am Karfreitag, 30. März, 19.30 Uhr, in der Hofkirche St. Leodegar, Luzern. Die Passionsgeschichte wird, mit Hilfe von Lichteffekten, unter Anleitung eines Regisseurs von den Singenden inszeniert und Matthias Ammann ist überzeugt, dass er mit diesen Auftritten seinen Singknaben eine motivierende Plattform geben kann. Soll-ten singfreudige Toggenburger Knaben Lust aufs Mitwirken im Chor haben, erteilt Matthias Ammann gerne Auskunft. Infos zu den Konzerten unter www.schuetz-zyklus.ch .

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