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OBERTOGGENBURG: Singen verbindet und gibt gute Laune

Bei «Klang und Toleranz» singen und tanzen einheimische Kinder während einer Woche mit Kindern aus einem anderen Land. Über den Klang werden kulturelle Grenzen überwunden und Toleranz gelebt.
In vielen Farben präsentierte sich das Kinderkonzert am Klangfestival vor zwei Jahren. (Bild: PD)

In vielen Farben präsentierte sich das Kinderkonzert am Klangfestival vor zwei Jahren. (Bild: PD)

Seit 2014 ist das Schulprojekt «Klang und Toleranz» ein fester Bestandteil des Klangfestivals Naturstimmen. Während einer Woche treffen ein Kinderchor aus dem Ausland und Schülerinnen und Schüler der Schule Wildhaus-Alt St. Johann aufeinander. Sie besuchen gemeinsam verschiedene Workshops und bereiten sich auf das Abschlusskonzert am Sonntag vor.

Das Thema Toleranz wird nicht angesprochen

Stefan Gubler, Schulleiter der Schule Wildhaus-Alt St. Johann, initiierte das Schulprojekt vor sechs Jahren gemeinsam mit Nadja Räss. Er sah das Potenzial in der Integration von Kultur und Klang in den Schulkontext: «Das Singen ist etwas, das den Kindern vertraut ist. Sie mit diesem Ansatz andere Kulturen und das für uns Fremde erleben zu lassen, sahen wir als ideale Gelegenheit und als Bereicherung für alle Seiten.»

Das Thema Toleranz wird dabei während der gesamten Woche nie angesprochen. Das sei gar nicht nötig, sagt Stefan Gubler: «Toleranz wird gelebt in der Zusammenarbeit und im Austausch. Die Kinder stärken ihre Sozialkompetenz in einer Art, die im Schulunterricht nicht möglich wäre.» Bei der ersten Durchführung des Schulprojektes war ein Kinderchor aus Madagaskar in Alt St. Johann zu Besuch. Stefan Gubler erinnert sich gerne zurück: «Die starke Energie der Madagassen strahlte sofort auf uns. Sie waren sehr offen und kamen direkt auf uns zu.» Die Zeit war intensiv und der Abschied emotional. Die Sprache war eine der grössten Herausforderungen in der Zusammenarbeit. Die Kinder bereiteten sich vor dem Besuch im Sprachunterricht vor und schrieben Briefe, um erstmals mit den zukünftigen Gästen in Kontakt zu kommen. Mit den Madagassen konnten sie sich in Französisch und Englisch austauschen. Mit den Kindern aus Taiwan war die Sprachbarriere höher. Dort ermöglichte eine Übersetzerin das Verständnis.

Bei der vergangenen Durchführung zeigte sich, welchen Mehrwert das Projekt auch im lokalen Kontext hat. Zum ersten Mal waren nebst den Alt St. Johanner Kindern auch die Primarschüler aus Wildhaus Teil des Projektes. Sie alle als zusammengeschweisste Gruppe zu sehen, war für Stefan Gubler ein weiterer Gewinn des Projektes.

Nun steht die dritte Ausgabe vor der Türe. Zu Gast wird diesmal ein Kinderchor aus dem westafrikanischen Benin unter der Leitung von Félix Nassi sein. 104 Schülerinnen und Schüler von Alt St. Johann bis Wildhaus können sich für folgende Themen entscheiden, und während einer Woche intensiv damit auseinandersetzen: «Traditionelle Gesänge aus Benin» mit Félix Nassi und dem Kinderchor aus Benin, «Jodeln» mit Maritta Lichtensteiger, «Nordische Lieder» mit der Finnin Maari Kallberg, «Volkstanzen» mit Elisabeth Eggenberger sowie «Hula Tanz und Gesang» mit dem Hawaiianer Paul Neves.

Den Höhepunkt der Woche bildet das gemeinsame Schlusskonzert, bei dem alle Kinder am Nachmittag des 20. Mai gemeinsam auf der Bühne stehen. Dort teilen sie die Erfahrungen, die sie in den Workshops sammelten und übten, vor einem grossen Publikum. (pd/lim)

Hinweis Klangfestival im Obertoggenburg, vom 9. bis 21. Mai; Weitere Informationen auf der Webseite: www.klangwelt.ch.

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