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OBERTOGGENBURG: Krimi-Autorin sucht beim Spazieren nach möglichen Tatorten

Auf dem Klangweg wird eine Frau tot aufgefunden – erschlagen von einer der Glocken einer Klanginstallation. Autorin Regula Stadler, die im Toggenburg aufgewachsen ist, verlegt ihren ersten Krimi in ihre ehemalige Heimat.
Mirjam Bächtold
Regula Stadler in der Webstube auf dem Bühl. Die Ferienwohnung kann, wie von der Hauptfigur im Buch, gemietet werden. (Bild: Mirjam Bächtold)

Regula Stadler in der Webstube auf dem Bühl. Die Ferienwohnung kann, wie von der Hauptfigur im Buch, gemietet werden. (Bild: Mirjam Bächtold)

Auf Spaziergängen hält Regula Stadler Ausschau nach Orten, die günstig sind für einen Mord. Der Wanderweg, der in Nesslau zur Lutenwilerstrasse führt, und dessen eine Stelle von einer Scheiterbeige verdeckt ist, war dafür ideal. Schliesslich sollen ihre Krimis real sein. Ihren Erstling, der beim Orte Verlag erschienen ist, hat sie im Toggenburg angesiedelt.

Passend zum Titel «Tod auf dem Klangweg» wird Marie Riefener in einem Gebüsch in der Nähe der Glockeninstallation auf dem Klangweg gefunden. Sie wurde von einer Metallglocke erschlagen. Privatdetektivin Liza Huber findet die Leiche und kann es nicht lassen, selbst zu ermitteln, obwohl die Zürcherin nur im Toggenburg in den Ferien ist. Der zweite Mord ist jener in Nesslau: ein Bezirksrichter wird mit einem Messer zwischen den Rippen gefunden. Somit ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit im Toggenburg vorbei.


Es ist ihr erster veröffentlichter Krimi

Regula Stadler ist selbst im Toggenburg, in Bütschwil, aufgewachsen. Heute lebt sie in Winterthur und arbeitet als Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache in Zürich. Ihre freie Zeit verbringt sie aber oft im Toggenburg. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner verbringt sie viel Zeit in dessen Haus, der Webstube auf dem Bühl oberhalb von Nesslau. Auch diesen Ort bringt Regula Stadler in ihren Krimi: Privatdetektivin Liza Huber hat die Ferienwohnung in der Webstube gemietet.

«Tod auf dem Klangweg» ist Regula Stadlers erster veröffentlichter Krimi, sie hat aber bereits nach dem Germanistikstudium einen geschrieben. Beim ersten Verlag passte er nicht ins Programm. «Danach kam mein erster Sohn zur Welt und war für mich wichtiger als die weitere Verlagssuche», sagt Regula Stadler. Damals noch auf Disketten gespeichert, gibt es den Krimi heute nicht mehr. «Bei den vielen Umzügen ist er irgendwo auf der Strecke geblieben.» Geschrieben hat Regula Stadler schon in ihrer Jugend. Ihr Vater war der Verleger der Lokalzeitung «Neue Toggenburger Zeitung». In ihrer Freizeit half Regula Stadler beim Redigieren der Texte.


Realistisch, aber nicht real

Dass sie einen Krimi schrieb, kommt nicht von ungefähr. Sie ist auch selbst leidenschaftliche Krimileserin. Zu brutale Geschichten mag sie jedoch nicht. «Sie müssen realistisch sein, aber es ist gut zu wissen, dass sie nicht real so passiert sind», sagt sie. Das ist ihr auch beim Schreiben der eigenen Krimis wichtig. «Die Figuren etwa, die könnte es so geben, auch wenn alle erfunden sind. Aber die Geschichte ist zugespitzt und nicht real.»

Bevor sie anfing zu schreiben, hatte Regula Stadler ein grobes Gerüst und die Figuren ungefähr gezeichnet. Doch im Verlauf des Schreibens hätten sie sich auch immer wieder verändert. «Wenn ich von Anfang an wüsste, wie sich alles entwickelt, wäre es ja langweilig. Die Veränderungen sind der Reiz am Schreiben.» Während der Überarbeitungsphase hat sie mit Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen gesprochen und ihm viele Fragen gestellt, damit die Fakten realistisch sind.


Jodeln als Energiespender

Nebst ihrer Arbeit als Lehrerin und nun auch als Krimiautorin, sie schreibt jetzt bereits an ihrem zweiten Buch, hat Regula Stadler vor einigen Jahren ihre Leidenschaft fürs Jodeln entdeckt. Mit zwei Frauen hat sie das Trio «Les Amuse-Gueules» gegründet, mit dem sie regelmässig auftritt. «Die Naturjodel, die wir singen, geben mir viel mehr Energie als das normale Chorsingen», sagt sie. Es sei für sie ein idealer Ausgleich.

Auch die Arbeit als Craniosacral-Therapeutin, die sie seit bald 30 Jahren ausübt, ist für sie ein Ausgleich. Und das Toggenburg ist für sie wieder ein Ort des Rückzugs und zum Auftanken geworden.

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