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OBERTOGGENBURG: Hochstehende Bahntechnologie

Die neue 10er-Gondelbahn Espel–Stöfeli–Chäserrugg ersetzt zwei Skilifte und entlastet das Nadelöhr Iltios. Die Förderleistung der 78 Gondeln beträgt 2500 Personen pro Stunde.
Die Gondeln fahren mit sechs Metern pro Sekunde. (Bild: pd)

Die Gondeln fahren mit sechs Metern pro Sekunde. (Bild: pd)

OBERTOGGENBURG. Der Zeitplan für die Realisierung der neuen 10er-Gondelbahn Espel–Stöfeli–Chäserrugg in Unterwasser sei sportlich gewesen, schreibt die Garaventa AG, Seilbahnunternehmen aus Rotkreuz, in einer aktuellen Medienmitteilung. Doch dies sei für die Garaventa-Crew nichts Aussergewöhnliches, wird in der Mitteilung betont. Interessant für die Seilbahnbauer der Garaventa – das Unternehmen gehört zu Doppelmayr – sei jedoch die Zusammenarbeit mit den bekannten Architekten Herzog & de Meuron, welche die Gondelbahnstationen entwarfen.

Enorme Materialmengen

Eine Gondelbahn mit zwei Sektionen in knapp sechs Monaten zu realisieren, stelle hohe Ansprüche an die Planung und die Arbeitsvorbereitung. «Bei der anschliessenden Montage und Inbetriebnahme muss jeder Handgriff sitzen», wird unterstrichen. Die einzelnen Arbeitsabläufe seien auf den Tag genau getaktet gewesen, damit die neue Anlage auf den festgesetzten Eröffnungstermin auch tatsächlich an die Toggenburg Bergbahnen AG übergeben werden konnte.

Das Herzstück der neuen Anlage befindet sich in der Mittelstation. Neben den beiden Antrieben für die erste und die zweite Sektion ist auch die Garagierung der insgesamt 78 Gondeln in diesem Gebäude untergebracht. Die enormen Materialmengen für die Mittelstation wurden jeweils am Abend nach Betriebsschluss bis gegen Mitternacht an der Pendelbahn als Unterlast angehängt und zur Baustelle transportiert. Der Grund für diese aufwendigen Transporte lag in der fehlenden Erschliessung der Mittelstation durch eine Strasse, erklärt die Garaventa AG. Dank der Detailplanung und der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Unternehmen konnte der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden. Sämtliches für die Bergstation erforderliche Material wurde mit einem Schwerlasthelikopter an seinen Bestimmungsort geflogen. Für die Architektur der Stationen haben sich die Verantwortlichen der Toggenburg Bergbahnen AG wie schon beim Gipfelgebäude Chäserrugg für das Architekturbüro Herzog & de Meuron aus Basel entschieden. Das Zusammenspiel zwischen Architektur und Seilbahntechnik war gemäss des Schreibens eine besonders spannende Herausforderung. Die Tal- und die Bergstation nehmen die Formensprache der umliegenden Alpgebäude auf und fügen sich mit der einen geschwungenen Grundriss aufweisenden Mittelstation perfekt in die Landschaft ein. Wie schon bei der von Herzog & de Meuron entworfenen Bergstation auf dem Chäserrugg fiel der Entscheid auf die Verwendung von möglichst viel Holz.

Zwei Sektionen

Die Gäste gelangen über eine zweite Linie auf den Chäserrugg und geniessen eine komfortable Fahrt Die erste Sektion führt über eine Distanz von 1,4 Kilometern, die zweite ist knapp einen Kilometer lang. Die Gondeln transportieren die Gäste mit einer Fahrgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde. Wie in der Mitteilung informiert wird, wird die neue Gondelbahn auch während der Sommersaison in Betrieb sein. (pd)

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