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OBERTOGGENBURG: Einsatz fürs Tier und die Natur

Der Fischereiverein Obertoggenburg feiert sein 125jähriges Bestehen. Damals wie heute steht die Hege und Pflege der Fische und der Natur entlang der Thur und ihrer Seitenbäche im Zentrum. Die Fischer freuen sich aber auch über eine grosse Bachforelle auf dem Teller.
Sabine Schmid
Die Fischer geben gerne ihr Wissen und ihre Faszination weiter, zum Beispiel im Rahmen des Ferienpasses. (Bild: pd)

Die Fischer geben gerne ihr Wissen und ihre Faszination weiter, zum Beispiel im Rahmen des Ferienpasses. (Bild: pd)

OBERTOGGENBURG. Wenige Tage vor der Eröffnung der neuen Fischereisaison am 16. März führt der Fischereiverein Obertoggenburg im Büelensaal in Nesslau die Jubiläumshauptversammlung durch. Nach der Erledigung des geschäftlichen Teils nehmen die Vereinsmitglieder und ihre Partnerinnen und Partner ein feines Nachtessen zu sich – selbstverständlich wird Fisch aufgetischt. Damit wird eine Tradition weitergeführt, die schon seit langem besteht. Beständig ist auch das Engagement der Fischer für die Thur und ihre Seitenbäche sowie für die Fische.

Interesse an der Fischerei

230 Mitglieder zählt der Verein. Diese Zahl ist seit 1989 fix. Wenn Mitglieder ihren Austritt erklären, werden die Lücken mit Neumitgliedern gefüllt. Häufig seien es junge Hobbyfischer. «Im Gegensatz zu anderen Vereinen haben wir keine Mühe, Mitglieder zu finden», erklärt Ernst Untersander. Er ist Vizepräsident, führt aber seit zwei Jahren die Vereinsgeschicke ad interim. Wie er würden einige Vereinsmitglieder ihre Kinder und Enkel zum Fischen mitnehmen. «Wir geben ihnen so das Interesse am Hobby weiter und lehren sie den Umgang mit den Fischen und der Natur.» Dieses Wissen eignen sich alle Fischer in einem Kurs an, in dem sie den Sachkunde-Nachweis erwerben. Dies sei die einzige Voraussetzung, die ein neues Vereinsmitglied mitbringen müsse, erklärt Ernst Untersander.

Bei Trockenheit ausfischen

Die Tätigkeiten der Fischer geht aber übers Fangen hinaus. Jährlich findet eine Bachputzete statt. Dabei nehmen die Vereinsmitglieder nicht nur Abfall aus dem Bachlauf. Sie entfernen auch Altholz und umgestürzte Bäume. Im Rahmen der Aufsichtspflicht melden die Fischer auch allfällige Wasserverschmutzungen oder unerlaubte Wasserentnahmen.

Viel Aufwand betreiben die Fischer mit der Aufzucht. «Wir setzen jeden Frühling kleine Fische, sogenannte Brütlinge in die Aufzuchtbäche. Diese stammen aus den Hälteranlagen in der Region», erklärt Ernst Untersander. Nach rund einem Jahr werden die Aufzuchtbäche elektrisch abgefischt und die Fische – inzwischen zu Sömmerlingen angewachsen – werden in die Thur eingesetzt. Abgefischt wird auch, wenn Bauvorhaben in Flussnähe bevorstehen. Besondere Eile ist bei den Fischern dann geboten, wenn ein Gewässerabschnitt aufgrund von niedrigem Wasserstand abgefischt werden muss. «Im vergangenen heissen Sommer wurden innerhalb von drei Tagen rund 1500 Forellen zwischen den Thurfällen und Alt St. Johann umgesiedelt», erzählt Ernst Untersander. Die Fische wurden zwischen Starkenbach und Stein wieder in die Thur eingesetzt. Inzwischen seien sie wohl wieder in ihrem Stammgebiet.

Auch Vögel fressen Fische

Der heisse Sommer hat sich in der Fangstatistik ausgewirkt: Es wurden rund 900 Fische weniger gefangen als im Jahr zuvor. Dezimiert wurde der Fischbestand zudem durch fischfressende Vögel, so genannten Prädatoren. Im Eigeninteresse und im Interesse des Amts für Natur, Jagd und Fischerei führen die Fischer Vogelzählungen durch. Rund zwei Dutzend Gänsesäger und doppelt so viele Graureiher wurden im vergangenen Jahr gezählt.

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