OBERHELFENSCHWIL: Rauch quillt aus dem Fernsehraum

Rund 70 Feuerwehrleute übten am Donnerstag die Rettung von Personen und die Löschung eines Brandes im Westtrakt des Pflege- und Kurzentrums Dorfplatz. Die Ziele der Übung wurden erreicht. Die Mannschaften zeigten viel Einsatz.

Martin Knoepfel
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Der Sammelplatz für die Feuerwehrleute lag auf dem Parkplatz des Volg in Oberhelfenschwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Der Sammelplatz für die Feuerwehrleute lag auf dem Parkplatz des Volg in Oberhelfenschwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Nach rund zehn Jahren übte die Feuerwehr Neckertal am Donnerstagabend wieder im Pflege- und Kurzentrum Dorfplatz in Oberhelfenschwil. Das Drehbuch der Hauptübung ging von einem Brand im Westtrakt gelegenen Fernsehzimmer aus. Neun Personen waren betroffen, wobei fünf gerettet werden mussten. Es galt, das Feuer zu löschen, ohne dass sich der Rauch im ganzen Gebäude verteilte. Zugleich sollten die Angehörigen der Feuerwehr sich mit dem Gebäude vertraut machen. Die Mitarbeiter des «Dorfplatzes» sollten die Bedienung der Brandmeldeanlage üben und die Feuerwehrleute, die im Ernstfall kommen, kennen lernen. Die Übung bestritt das Einsatzelement unteres Neckertal. Rund 70 Angehörige der Feuerwehr waren beteiligt. Im Ernstfall wären es an die 100 Personen. Zudem wäre dann die Dorfstrasse gesperrt.
 

Die Chaosphase dauerte nicht lange

Um 20.02 Uhr wurde der Brandalarm ausgelöst. Das Oberhelfenschwiler Tanklöschfahrzeug war vier Minuten später am Schadenplatz. Um 20.15 Uhr wurde die erste und – nach einer Verzögerung – um 20.45 Uhr die letzte Person gerettet. Schon kurz nach Eintreffen der Tanklöschfahrzeuge und des Hubretters glich die Szenerie vor dem «Dorfplatz» einem Bienenstock. Feuerwehrleute versammelten sich zur Orientierung und Befehlsausgabe, andere zogen Atemschutzgeräte an, rollten Schläuche aus, stellten Leitern auf oder bemannten den Hubretter. Angehörige der Feuerwehr führten später einen heftig hustenden Kameraden und einen anderen, der sich nur mit Mühe auf den Beinen hielt, aus dem Haus. Die Figuranten wurden ins Verwundetennest gebracht und dort betreut. Die Übung endete um 20.50 Uhr.

In der Übungsbesprechung gab es überwiegend Lob. Je länger die Übung gedauert habe, desto energischer sei die Mannschaft gewesen. Die Unteroffiziere hätten ihre Gruppen gut angeführt. Die Offiziere seien durchs Band engagiert gewesen, und der Einsatzleiter habe Ruhe bewahrt, hiess es. Lob gab es auch für die Sanitäter. Die Patienten seien gut betreut worden. Bemängelt wurde unter anderem eine zeitweise ungenügende Kommunikation und dass es zu lange dauerte, bis die Tür zum Raum geschlossen wurde, in dem es brannte.

Gemeindepräsident Toni Hässig attestierte der Feuerwehr einen hohen Ausbildungsstand. Der Einsatz habe professionell gewirkt. Dorfplatz-Geschäftsführerin Renate Klein sagte, sie sei überzeugt, dass die Rettung auch in einem Ernstfall klappen würde. Die Übung habe gezeigt, dass die Feuerwehrleute mit viel Wissen und Engagement zu Werke gingen.